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Modernisierung am St.-Josef-Gymnasium Biesdorf ist abgeschlossen

Modernisierung am St.-Josef-Gymnasium Biesdorf : „Aufgabe hervorragend gelöst“

Die Modernisierung des Fachtrakts am St.-Josef-Gymnasium Biesdorf ist abgeschlossen. Im Rahmen einer kleinen Feier wurden die Räume nun eingeweiht und besichtigt.

Es komme bei ja ihm eher selten vor, meint Berthold Kohl, aber in diesem Fall sei es einfach so: „Ich bin mit dieser Situation einigermaßen zufrieden“, sagt der Vorsitzende der Stiftung St.-Josef-Gymnasium. Einigermaßen zufrieden – das klingt so, als gebe es Luft nach oben. Als sei das Ergebnis eine 3+. Nicht schlecht, aber eben auch nicht gut.  „Du meinst das Richtige“,  würde ein Lehrer vielleicht aufmunternd unter die Note schreiben. Aber doch nicht: „Hier ist eine schwierige Aufgabe hervorragend gelöst worden!“ Dabei meint der Stiftungsvorsitzende genau das. Er sagt es auch genau so. Und ergänzt: „Das Ergebnis ist – in aller Bescheidenheit – super.“ Na, also. Geht doch.

Aufgabenstellung war der Umbau des Fachtrakts am Biesdorfer Gymnasium.  Der ist seit dem Frühjahr abgeschlossen, doch musste ein Termin zur Feier der Fertigstellung coronabedingt abgesagt werden. Nun also der zweite Anlauf. Diesmal klappt es. Auch wenn die Veranstaltung aufgrund der Hygieneverordnungen kleiner ausfallen muss als zunächst geplant. Statt großem Schulorchester spielen nur die Streicher. Dabei werden weniger Aerosole freigesetzt und die Musiker müssen auch nicht ganz so weit voneinander entfernt sitzen. Der Dirigent und Musiklehrer entschuldigt sich im Vorfeld dafür, dass man in den vergangenen Monaten nicht so viel habe proben können. Das Publikum nimmt es zur Kenntnis und ist mit den Darbietungen mehr als nur einigermaßen zufrieden.  Wo auch immer das Virus im Schulalltag seine Spuren hinterlassen hat, bei den Streichern ist davon nichts zu merken.

Doch zurück zum Fachtrakt. Rund 1,85 Millionen Euro waren für die Sanierung des gut 2000 Quadratmeter großen Gebäudeteils veranschlagt. Dieser Kostenrahmen wurde laut Kohl nicht nur eingehalten, sondern am Ende auch unterschritten. Was für die Sanierung eines Schulgebäudes eher unüblich sei.  „Wir wollten Topqualität, aber keinen überflüssigen Luxus – und das haben wir auch bekommen“, sagt Kohl und lobt in diesem Zusammenhang den Einsatz vom Marianne Milbert, die als ehemalige Geschäftsführerin des Schulträgers (ihr Nachfolger ist Ingo Maiers) das Projekt bis zum Ende begleitet hat. „Ihre Arbeitsmethoden waren zwar manchmal etwas unkonventionell, aber erfolgreich“, so der Stiftungsvorsitzende. Davon profitiert haben vor allem die Fachräume der naturwissenschaftlichen Fächer, die von Grund auf erneuert wurden, ebenso die Musik- und Kunsträume sowie die Toiletten. Überall sorgen schallabsorbierende Decken für eine bessere Akustik. In den Physik-, Chemie- und Biologieräumen wurde digital und technisch aufgerüstet. Auch das Thema Brandschutz wurde konsequent abgearbeitet. „Ein Aspekt, der beim Umbau eine wichtige Rolle gespielt hat, war die Größe der Räume zu hinterfragen und die Raumaufteilung gegebenenfalls zu optimieren“, erklärt die für die Planung des Umbaus zuständige Architektin Sabine Reiser beim Rundgang durch den Fachtrakt.  So habe beispielsweise auch Platz für den Rettungsweg geschaffen werden können, ohne dass dadurch nun Platz an anderer Stelle fehle.

Mit rund 750 000 Euro hat sich das Land am Projekt beteiligt. Den größten Teil übernommen haben aber zum einen die Stiftung und zum anderen das gemeinnützige Schulwerk des Gymnasiums, die beide wiederum zu den Gesellschaftern des Schulträgers gehören. Zudem hat der Verein der Freunde, Förderer und Ehemaligen des St.-Josef-Gymnasiums Biesdorf mit einer Spende die Anschaffung der neuen Geräte unterstützt.