Mötsch und Masholder haben genug von der Fliegerei

Mötsch und Masholder haben genug von der Fliegerei

Die Ortsbeiräte von Mötsch und Masholder stehen hinter dem Beschluss des Stadtrats, den Einfluss der Stadt Bitburg in der Flugplatz GmbH auszubauen. Nicht etwa, weil sie vom Fluggeschäft überzeugt wären, sondern weil sie hoffen, dass die Stadt mit der Fliegerei ganz Schluss macht.

Bitburg. "Ein Ausstieg der Stadt aus der Flugplatz GmbH wäre zum jetzigen Zeitpunkt völlig verantwortungslos gewesen", sagt Josef Klein, Ortsvorsteher von Mötsch. Der gut 1000 Einwohner zählende Stadtteil liegt nur knapp einen Kilometer von der Landebahn entfernt - und natürlich hört man dort, wenn Maschinen starten oder landen.
"Bei uns im Ort hat der überwiegende Teil der Bevölkerung von der Fliegerei genug", sagt Klein. Ähnliches berichtet sein Amts- und CDU-Parteikollege Thomas Kröffges von Masholder: "In unserem Ortsbeirat war es einhellige Meinung, dass wir keine fliegerische Nutzung des Areals mehr wollen. Wir wollen keinerlei Lärmbelästigung mehr für die Bürger von Masholder."
Die Aussicht, dass Sportpiloten einen sogenannten kleineren Flugbetrieb in Bitburg aufrechterhalten, freut Klein ganz und gar nicht, selbst wenn die Flieger den Betrieb der Anlage selbst finanzieren würden. "Wenn die den Flugplatz aber rentabel betreiben wollen, müssten doch noch viel mehr Flugzeuge starten und landen", befürchtet Klein. Ihm sind bereits die 12 500 Starts und Landungen, die es nach Angaben der GmbH 2012 in Bitburg gab, zu viel: "Besonders störend sind die permanenten Platzrunden an Wochenenden und die Fallschirmspringermaschine, wenn sie sich an Sonntagen immer wieder in die Höhe schraubt."
Ähnlich wie die Fraktionen von Grünen, SPD, FBL und Liste Streit, die im Stadtrat für den Erwerb weiterer Anteile an der GmbH gestimmt haben (der TV berichtete), hofft auch Klein, dass es möglich ist, die Gesellschaft von innen heraus umzugestalten und das Kapitel Flugbetrieb endgültig zu beenden. Klein sagt: "In Bitburg entstehen mit der Kleinfliegerei keine nennenswerten Arbeitsplätze. Zudem wird das Areal für andere Konzepte blockiert."
Dass seine Parteifreunde von der CDU-Fraktion im Bitburger Stadtrat das anders sehen, akzeptiert der Mötscher Ortsvorsteher. Geschlossen hat die CDU im Rat zunächst für einen Verkauf der Anteile der Stadt und in der folgenden Sitzung gegen den Kauf der Anteile des Eifelkreises und der von Frank Lamparski gestimmt, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. scho
Leser-Echo: Was ist Ihre Meinung zur Nutzung des Areals rund um die Landebahn? Finden Sie es eine Bereicherung für Bitburg und die Eifel, dass dort Sportflieger starten und landen können, solange die ihr Hobby selbst finanzieren, oder sollte sich die Stadt endgültig vom Flugbetrieb verabschieden? Was wäre Ihr Wunsch für eine Nutzung des Areals? Mailen Sie uns Ihre Meinung in wenigen Sätzen an eifel-echo@volksfreund.de (Name und Wohnort nicht vergessen).