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Mötscher legen sich für Kirchensanierung ins Zeug

Mötscher legen sich für Kirchensanierung ins Zeug

Im Bitburger Stadtteil Mötsch herrscht ein großes Gemeinschaftsgefühl. Denn dank zahlreicher Spenden wird das Gotteshaus St. Nikolaus seit 2006 saniert.

Bitburg-Mötsch. Auf den ersten Blick sieht man nicht viel. Kennern wird aufgefallen sein, dass das Altarfragment an der Außenwand der Mötscher St.-Nikolaus-Kirche verschwunden ist. Das Epitaph ist außen abmontiert und als Teil des neu gestalteten Altarraums wieder montiert worden. Die Kreuzigungsszene, die von Johann Schweisthal für die Pfarrei St. Peter gestiftet wurde, hatte seit 1914 die Außenwand der Mötscher Kirche geziert. Seit dem vergangenen Jahr hängt das Fragment nun im Altarraum. Die Umgestaltung ist der vorläufige Höhepunkt der Sanierung. "Wir haben 2006 damit begonnen", erklärt Herbert Schneider, Mitglied des Verwaltungsrats der Pfarrei.
In den vergangenen Jahren haben die Mötscher viel für den Erhalt ihrer Kirche getan. "Die Sanierung der Orgel war nur dank der Spenden möglich", erklärt Schneider und spricht über das bürgerschaftliche Engagement. Immer wieder wurden Spenden gesammelt. Auch dank der Zuwendungen aus den privaten Geldbeuteln konnte ein Teil des Daches saniert (2011) und die Heizung (2013) erneuert werden. "Durch das große ehrenamtliche Engagement können wir viele Maßnahmen umsetzen, für die in öffentlichen Haushalten kein Geld mehr ist. Doch fast noch wichtiger: Hierdurch bleiben alte Traditionen bewahrt und das Dorfgemeinschaftsgefühl wird gestärkt", freut sich auch Ortsvorsteher Heiko Jakobs über den breiten Schulterschluss.
Doch noch sind die Arbeiten am Gotteshaus nicht abgeschlossen. Schneider sagt: "Wir planen für das Jahr 2016, die Kirche von außen zu restaurieren."
Auch in diesem Fall nehmen die Mötscher die Sache selbst in die Hand. Um Geld für das neue Außengewand zu sammeln, wurde unter anderem ein Konzert im Gotteshaus organisiert. Es spielte die Bläsergruppe "Horns on Fire"; es wurden rund 1000 Euro eingenommen. "Ein bedeutender Teil ist durch Spenden von privater Seite sowie durch den Förderverein Mötsch aus dem Erlös der 1250-Jahr-Feier eingegangen", sagt Schneider.
Ist der letzte Pinselstrich 2016 getan, dann kann jeder direkt sehen, was durch gesellschaftliches Engagement bewerkstelligt werden kann. jör