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Müllreform 2020: Kreistagsfraktionen stellen gute Anträge

Meinung : Kreistagsfraktionen stellen gute Anträge

Der Müll wird richtig teuer. Die Kosten lassen sich zwar durch Müllvermeidung verringern, aber dennoch wird wohl jeder mehr zahlen. Dabei ist das neue System tatsächlich gut für die Umwelt.

Denn wenn der gewünschte Effekt eintritt und Restmüll vermieden und richtig getrennt wird, dann kann mehr recycelt, weiterverwendet und weniger sinnlos verbrannt werden. Zwei besondere Mängel ließen sich allerdings noch ausmerzen.

Pflichtleerungen sind ein Problem für kleinere Haushalte, die bereits Müll sparen, indem sie kompostieren oder sich die Mühe machen, Biomülltüten zu sammeln und zum Container zu schleppen. Das System ist an dieser Stelle zu unflexibel.

Vielverbraucher, wie Familien mit Neugeborenen oder pflegebedürftigen Angehörigen, haben es doppelt schwer. Sie können einerseits wenig Müll sparen und müssen auch prozentual am meisten zahlen. Eine Verdopplung der Kosten ist für sie durchaus im Rahmen des Möglichen.

Die Kreistagsfraktionen haben daher gute Anträge gestellt. Die Sozialdemokraten wollen eine gerechte Lösung für Familien mit Neugeborenen und Pflegebedürftigen finden, die Freidemokraten Müllvermeider für ihren schonenden Ressourcenumgang finanziell entlohnen. Damit werden die größten Probleme der Müllreform im Eifelkreis angegangen.

m.kretschmer@volksfreund.de