München, Bitburg, Prüm
Das Bitburger Folklorefestival war ein wunderbar fröhliches, friedliches Fest. Es hätte allerdings noch besser sein können und vermutlich sogar auf dem Festplatz am alten Gymnasium umsatzträchtiger - zumindest mengenmäßig: Das lag zum einen am Bierpreis.
Mit 2,50 Euro für 0,3-Liter von der Standtheke sind tatsächlich in Bitburg die Preise des Münchner Oktoberfests erreicht worden, denn daraus ergibt sich ein Liter-Preis von 8,33 Euro. In München hat die Maß im vergangenen Jahr maximal 8,30 Euro gekostet (allerdings inklusive Lieferung an den Tisch).
Eine noch absurdere Umsatzbremse dürfte das neu eingeführte Bon-System gewesen sein. Es fällt schwer, dieses detailliert zu kritisieren, da die allermeisten - inklusive mir - die Stempel-Durchstreich-Märkchen-Systematik nicht vollständig verstanden haben dürften. Der einzige einleuchtende Grund für diese Neuerung könnte sein, dass nicht mehr an den Bierständen mit Bargeld hantiert werden musste. Da man die Bon-Kärtchen allerdings nicht nur an der Zentralkasse, sondern auch an den Ständen kaufen konnte, klingt selbst dies nicht mehr überzeugend.
Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen mal bei den Veranstaltern des Prümer Sommers erkundigen und sie fragen, warum dort das - wesentlich übersichtlichere - Bon-System in diesem Jahr abgeschafft wurde.