Musikalischer Wahnsinn

BITBURG. (dab) Ein höchst anspruchsvolles Konzert gaben fünf Stipendiaten der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung am Wochenende im Bitburger Haus Beda.

Manfred Kottmann, Leiter vom Haus Beda, war nach dem Konzert begeistert: "Die Jugendlichen haben eindrucksvoll demonstriert, dass sie es wert sind, gefördert zu werden. Die musikalischen Fähigkeiten, die sie gezeigt haben, sind schon Wahnsinn." Das Konzert der Stipendiaten der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung war das dritte Abonnementkonzert dieser Saison im Haus Beda. Die fünf Musiker sind alle Bundespreisträger im Wettbewerb "Jugend musiziert". Gleich dreifach vertreten war bei dem Konzert die Familie Theis: Dominik (Klarinette), Tamara (Klavier) und Tobias (Schlagzeug) stammen aus Prümzurlay. Jährlich nehmen die Geschwister auf Regional-, Landes- und Bundesebene am Wettbewerb "Jugend musiziert" teil und sind bereits mehrfache Preisträger. Dominik und Tamara besuchen seit dem vergangenen Schuljahr das Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz in Montabaur, Bruder Tobias war Schüler am St.-Josef-Gymnasium in Biesdorf und hat im Herbst sein Musikstudium begonnen. Elnaz Salehi, geboren in Teheran/Iran, lebt in Bitburg und ist seit 1990 Schülerin der Kreismusikschule. Neben Klarinette erhält die Musik-Studentin Unterricht im Fach Klavier, seit drei Jahren nimmt sie zudem Gesangsunterricht bei Thomas Siessegger. Hendrik Schmitz spielt Klarinette und gewann zusammen mit Dominik Theis und Elnaz Salehi beim Regional- und Landeswettbewerb "Jugend musiziert" den ersten Preis sowie auf Bundesebene den dritten Preis in der Wertung "Klarinettenensemble". Er besucht das St.-Willibrord-Gymnasium in Bitburg. In der zweiten Konzerthälfte gestaltete das Trio "Alte Musik": Tamara Theis am Cembalo zusammen mit Annabell Opelt (Flöte) und Julia Schmidt (Violine), die ebenfalls das Landesmusikgymnasium besuchen. Alle Stipendiaten sind oder waren Schüler der Kreismusikschule Bitburg-Prüm. Ihre außerordentliche musikalische Begabung ist Grund für die schon seit Jahren gewährte Förderung in Form eines Stipendiats der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung. "Die Musiker werden nicht erst gefördert, seitdem sie so gut sind", sagte Kottmann. Sondern: "Die Förderung hat mit dazu beigetragen, dass sie so gut wurden."