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Nach dem Corona-Todesfall – Die Lage im Krankenhaus in Prüm

Schutzmaßnahmen : Nach dem Corona-Todesfall – Die Lage im Krankenhaus in Prüm

Die traurige Nachricht kam am späten Dienstagnachmittag: Im St.-Joseph-Krankenhaus Prüm ist der erste Mensch infolge der Covid-19-Krankheit gestorben.

Die 89 Jahre alte Patientin, sagt Kaya Erdem, Pressesprecher der Caritas-Trägergesellschaft West (ctw) in Düren, habe unter mehrfachen Vorerkrankungen gelitten.

Drei weitere infizierte Patienten seien aktuell in Behandlung. Es gehe ihnen verhältnismäßig gut, bis Mittwoch musste von ihnen niemand beatmet werden.

Drei weitere sind als Verdachtsfälle eingestuft. Insgesamt waren in Prüm, Stand gestern, sieben Covid-19-Erkrankte aufgenommen worden, zwei konnten wieder als genesen entlassen werden.

Wie sieht es bei den Mitarbeitern und mit der Schutzausrüstung aus? Antwort: gut, vorerst. Ja, auch bei den Beschäftigten habe es Verdachtsfälle gegeben. Allerdings würden alle getestet – „es sind zahlreiche Abstriche gemacht worden“, sagt Erdem. Ergebnis bisher: alle negativ. Ohnehin seien die Mitarbeiter sehr engagiert: „Hier springt keiner von Bord und sagt: Ich melde mich mal krank.“

Bei der Ausrüstung zeichne sich noch kein Engpass ab. Ressourcen würden geschont, manches, nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institus in Berlin, zur Wiederverwendung hergerichtet. Darüber hinaus, sagt Erdem. „sind wir ja ein Krankenhaus-Verbund. Und natürlich tauscht man auch untereinander Material aus.“ Zudem sei aus dem zentralen ctw-Einkauf erst am Dienstag eine frische Lieferung nach Prüm gegangen.

Um bei möglichen Personalengpässen zu helfen, hätten sich in der Zwischenzeit auch zahlreiche Ehemalige gemeldet und gesagt: „Wenn Not am Mann ist, sagt Bescheid.“ Sehr erfreulich, ergänzt Erdem, und auch das zeige: „In der Krise zeigen sich auch die Stärken.“