Nach dem Markt ist vor dem Markt

Nach dem Markt ist vor dem Markt

Viele Kontakte, gefüllte Auftragsbücher, stolze 75 000 Besucher in drei Tagen und etliche Voranmeldungen für nächstes Jahr: Die Macher und Organisatoren des Beda-Markts ziehen eine durchweg positive Bilanz des dreitägigen Messespektakels in Bitburg und feilen weiter am Programm.

Bitburg. Heute wird vom Beda-Markt schon nichts mehr zu sehen, aber doch noch viel zu hören sein. Denn die Aussteller haben bei der mit 75 000 Gästen gut besuchten Messe eine Menge Kontakte zu potenziellen Kunden geknüpft, die noch in den nächsten Monaten in die Betriebe kommen. Umsonst gibt es den Beda-Markt nicht. Rund 25 000 Euro investiert allein die Stadt Bitburg in die Leistungsschau. "Das lohnt sich", sagt Bürgermeister Joachim Kandels, für den der Beda-Markt "die beste Werbung für unsere Stadt" ist. Doch ohne den personellen und finanziellen Einsatz der Messe-Partner könnte sich Bitburg ein solches Großereignis nicht leisten. Kandels hebt hervor: "Das ist enorm, was da alle Beteiligten reinstecken. Das gilt auch für die Aussteller, deren Standpräsentationen auf einem sehr hohen Niveau sind."
Reservierungen für 2014


Macher und Organisatoren der Messe sind längst zu einem eingespielten Team zusammengewachsen, wie alle am Tag danach betonen. Eine erste offizielle Nachbesprechung soll es im April geben. Aber bereits gestern wurde beim Abbauen der Zelte auch über die 35. Auflage der Messe in 2014 nachgedacht. Ein Zeichen des Erfolgs ist auch, dass ein Gros der rund 230 Aussteller in den vier Messebereichen Auto, Handwerk, Landwirtschaft und Gesundheit schon für nächstes Jahr Standflächen reserviert hat.

Edgar Bujara, Sprecher der Werbegemeinschaft Autowelt Bitburg, die die Automobilausstellung im Zelt und im Foyer der Kreissparkasse bestückt: "Unsere Aussteller waren vom Zuspruch absolut positiv überrascht. Es wurden auch etliche Autos verkauft. Zudem werden am Beda-Markt auch viele Kontakte zu Menschen geknüpft, die dann später als Kunden in die Autohäuser kommen. Eine Idee für 2014 ist, das Thema Oldtimer und Youngtimer auszubauen. Die älteren Modelle stoßen einfach auf sehr großes Interesse bei den Besuchern. Viele haben Freude daran zu sehen, wie sich das Design über Jahre und Jahrzehnte weiterentwickelt hat."

Rudolf Rinnen, Volksbank Bitburg, die das Handwerkerzelt organisiert: "Unsere gut 100 Aussteller waren absolut überrascht von dem sensationellen Besuch der Messe, da wurden viele Kontakte zu potenziellen Kunden geknüpft und Termine vereinbart. Die Resonanz ist enorm. Ich hätte 500 Quadratmeter mehr vermieten können. Eine Idee ist, Vereine und Verbände wie DRK und Caritas, die traditionsgemäß im Handwerkerzelt sind, 2014 in die Gesundheitsmesse zu integrieren. Zudem sollten wir auf dem Postplatz neue Impulse setzen - etwa als Treffpunkt für Direktvermarkter."

Gerd Grebener, Rinder-Union-West, die zusammen mit der Landwirtschaftskammer das Treiben in und um die Auktionshalle auf die Beine stellt: "Unsere 60 Aussteller waren hellauf begeistert. Für uns war das verhaltene Wetter eigentlich sogar ein Vorteil: Sonst hätten viele Landwirte vor allem am Samstag wohl auf ihren Feldern gearbeitet."

Dirk Adams, Werbeagentur Adams, die die Gesundheitsmesse in der Stadthalle organisiert: "Bei uns war nun bei der zweiten Auflage deutlich mehr Besuch als bei der Premiere der Gesundheitsmesse 2012. Die 35 Anbieter in der Stadthalle waren sehr zufrieden. Eine Idee für 2014 ist, das Außengelände etwa mit einer Kletterwand stärker zu nutzen. Und wir würden gerne alle Aussteller aus dem Bereich Fitness und Gesundheit für uns gewinnen, die diesmal noch im Handwerkerzelt waren."

Elfriede Grewe, Geschäftsführerin der städtischen Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft, die für den Rummel sorgt: "Dadurch, dass wir für rund 30 Schausteller, Imbissbudenbetreiber und Stände im Außenbereich zuständig sind, waren die Erwartungen wegen des Wetters verhalten und wurden dann um Längen übertroffen."Extra

Stand beschädigt: Auf dem Außengelände der Handwerkerausstellung wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 17. März, ein Ausstellungsstand aus Holz beschädigt. Da Teile des Stands durch die mutwillige Zerstörung auf ein daneben parkendes Firmenfahrzeug gestürzt sind, wurde auch dieses demoliert. Die genaue Höhe des Sachschadens kann die Polizei nicht beziffern, geht aber von einem "erheblichen Schaden" aus und sucht Zeugen. Wer Hinweise geben kann, möge sich bei der Polizei Bitburg, Telefon 06561/9685-0, melden. Junge verletzt: Ein zehnjähriger Junge geriet am Sonntagmittag auf einem Firmengelände in der Saarstraße mit dem Fuß in eine nicht gesicherte Bremsenprüfanlage. Der Junge hat sich dabei leichte Verletzungen am Fuß zugezogen. Er musste von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes ins Krankenhaus gebracht werden. redExtra

Erstmals hat der Trierische Volksfreund auf dem Beda-Markt eine standardisierte Umfrage mit einem Fragebogen mit vier Fragen und mehreren Antwortmöglichkeiten (siehe Grafik) unter Besuchern gemacht. 66 zufällig ausgewählte Gäste haben sich daran beteiligt. Kernergebnisse sind: Die meisten Beda-Markt-Besucher sind Wiederholungstäter: 42,4 Prozent der Befragten gaben an, die Bitburger Messe bereits mehr als zehn Mal besucht zu haben. Die Beda-Markt-Gäste schätzen die Vielfalt der Messe: 50 Prozent gaben an, dass für sie die Mischung aus Handwerk, Autos, Landwirtschaft, Gesundheit, Rummel und das bunte Drumherum den Beda-Markt ausmacht. Der Beda-Markt zieht Publikum aus der ganzen Umgebung an: 43,9 Prozent der Befragten gaben an, dass sie aus einem Umkreis von 20 bis 50 Kilometern zum Beda-Markt angereist sind. Der Beda-Markt überzeugt: 78,8 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nächstes Jahr wieder die Bitburger Messe besuchen wollen. scho