Nach den Schüssen in Bleialf: Polizei kennt zwei der Täter

Nach den Schüssen in Bleialf: Polizei kennt zwei der Täter

Knapp einen Monat nach den Schüssen auf eine Zivilstreife der Polizei in Bleialf (der TV berichtete) haben die Ermittler jetzt zwei der drei Tatverdächtigen identifiziert. Der Dritte bleibt weiter unbekannt.

Zwei Männer, die am 11. April das Feuer auf Zivilpolizisten eröffneten , sind bekannt, beim Dritten, sagt der leitende Trierer Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer, "ist die Identität nach wie vor nicht abschließend geklärt". Die Männer, alle offenbar nordafrikanischer Herkunft, hätten inzwischen auch die Schüsse in Bleialf zugegeben. "Den Rest bestreiten sie," sagt Jürgen Brauer - gemeint sind unter anderem die Schüsse, die vor der Verhaftung in Belgien gefallen sein sollen und eine Reihe von Banküberfällen in der Nordeifel, für die das Trio ebenfalls als verdächtig gilt. Zumindest einer von ihnen soll von einer Überwachungskamera aufgenommen worden sein. Die Staatsanwaltschaft Trier wirft den Männern versuchten Mord vor. Mittlerweile wurde bekannt, dass auch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf einen europäischen Haftbefehl gegen einen der Männer erwirkt habe.
In Trier wirft man den Männern versuchten Mord und die unerlaubte Einfuhr von Schusswaffen und Munition vor. Die Trierer Staatsanwaltschaft hat außerdem einen Auslieferungsantrag gestellt, weil die Männer weiterhin in Belgien in Untersuchungshaft sitzen. Auch in Eupen und Aachen wird ermittelt, sodass mittlerweile vier Staatsanwaltschaften sich für das Trio interessieren. Brauer befürchtet allerdings kein Gerangel zwischen den Behörden: "Wir werden da zu einer gemeinsamen Lösung kommen, da bin ich optimistisch."
Die Beamten der Zivilstreife aus dem Trierer Polizeipräsidium hatte sich vor knapp einem Monat am Ortsrand von Bleialf dem Wagen der Verdächtigen genähert, dessen Kennzeichen sich nach einer Überprüfung als gestohlen herausgestellt hatten. Kurz darauf wurde aus dem verdächtigen Auto heraus auf die Polizisten geschossen. Sie flohen über die Grenze nach Belgien. In St. Vith durchbrachen sie eine Polizeisperre, bevor sie nach einem gemeinsamen Großeinsatz belgischer und deutscher Polizisten in einem nahen Waldstück festgenommen wurden.

Mehr von Volksfreund