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Nach langer Zwangspause ist St. Martin in Bickendorf wieder geöffnet

Glaube : St. Martin in Bickendorf öffnet nach langer Pause seine Türe

Die Bickendorfer können nach der Sanierung die Öffnung ihrer Kirche mit einer Bischofsmesse am Sonntag, 7. März, feierlich begehen.

Es gibt auch gute Nachrichten in schlechten Zeiten. Sie kommen zum Beispiel aus Bickendorf. Dort kann in der seit dem 25. Juni 2018 geschlossenen Pfarrkirche St. Martin am Sonntag, 7. März, wieder ein Gottesdienst gefeiert werden.

Der Kircheninnenraum ist saniert, die Kirche statisch ertüchtigt, Risse sind beseitigt worden, es wurde einen moderne Warmluftheizung eingebaut, die gesamte Elektrik erneuert, die Beschallungsanlage und die Beleuchtung des Altars überarbeitet, wie aus dem Erläuterungsbericht zur Sanierungsmaßnahme hervorgeht.

Die Bausubstanz des „bedeutenden Baudenkmals und Kirchenbaus“ wurde langfristig gesichert und zudem sind zwei Drittel der Kirchendächer nun mit spanischem Naturschiefer eingedeckt. Und die Mehrkosten sind im Rahmen geblieben.

„Wir waren bemüht, das Budget nicht zu reißen“, formuliert es Christian Jung, der zuständige Bauleiter vom Architekten-Büro „Schneider Architekten“. Und dass nun spanischer Schiefer das Kirchendach ziert, das hat auch seinen Grund.

„Es muss nach den Vorgaben des Bistums ein qualitativ gleichmäßiger Schiefer sein, und den gibt es in Spanien“, sagt Jung. Das südeuropäische Land gehört zu den größten Schieferlieferanten weltweit. Und nun hat auch St. Martin etwas spanisches Flair aufs Dach bekommen. Noch ist nicht alles damit eingedeckt. Um die Kosten im Rahmen zu halten, wurden die nördliche Dachfläche und das Dach des Turms noch nicht erneuert, sondern nur repariert. Das soll in einem weiteren Bauabschnitt erfolgen.

Eine gute Nachricht ist auch, dass die Bickendorfer selbst viel für ihre Kirche getan haben. So gründeten sie den Kirchbauverein St. Martin Bickendorf, sie spendeten und erbrachten Eigenleistungen. Die Baukosten betragen laut Auskunft von Pfarrer Berthold Fochs etwa 560 000 Euro. Zuschüsse kommen vom Bistum Trier und dem Amt für kirchliche Denkmalpflege und dem Klimafonds in Höhe von insgesamt 386 000 Euro. Das heißt: Für die Kirchengemeinde bleibt ein Eigenanteil von 174 000 Euro. Der erste Bauabschnitt ist nun abgeschlossen, und am Sonntag können 30 Gläubige die Kirche wieder feierlich und coronakonform „in Betrieb nehmen“.

 Pastor Berthold Fochs (rechts) und Dieter Kloos stehen vor dem Hochaltar, der auch einen neuen Platz in der renovierten Pfarrkirche gefunden hat.
Pastor Berthold Fochs (rechts) und Dieter Kloos stehen vor dem Hochaltar, der auch einen neuen Platz in der renovierten Pfarrkirche gefunden hat. Foto: TV/Wilfried Kootz
 Die Sanierung der Bickendorfer Kirche ist abgeschlossen.Der zweite Bauabschnitt ist die Sanierung des Kirchturms.
Die Sanierung der Bickendorfer Kirche ist abgeschlossen.Der zweite Bauabschnitt ist die Sanierung des Kirchturms. Foto: TV/Wilfried Kootz
 Die Sanierung der Bickendorfer Kirche ist abgeschlossen.Der zweite Bauabschnitt ist die Sanierung des Kirchturms.
Die Sanierung der Bickendorfer Kirche ist abgeschlossen.Der zweite Bauabschnitt ist die Sanierung des Kirchturms. Foto: TV/Wilfried Kootz

Der Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert wird musikalisch mitgestaltet durch Dechant Klaus Bender an der renovierten Kirchenorgel. Und eine kleine Schola singt stellvertretend für die Gemeinde. Außerdem wird Pfarrer Fochs am Sonntag, 7. März, um 11 und um 12 Uhr einer begrenzten Zahl von Interessierten die Baumaßnahmen an der Kirche erläutern. Anmeldungen zu Gottesdiensten und den Führungen im Pfarrbüro Rittersdorf.