Nach tödlichem Unfall auf der B 51: Sperrung seit Samstagmittag aufgehoben (Update)

Nach tödlichem Unfall auf der B 51: Sperrung seit Samstagmittag aufgehoben (Update)

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, ist die B 51 am Helenenberg in der Eifel am Samstagmittag wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Bundesstraße war nach einem tödlichen Verkehrsunfall seit Donnerstag gesperrt.

Er hätte gar nicht ausscheren dürfen: An jener Stelle, an der am Donnerstag der Lastwagen seitlich mit dem Mercedes kollidierte und ihn in den Gegenverkehr drängte, gilt auf der B 51 für LKW ein Überholverbot. Das bestätigt Wolfgang Zenner von der Polizeiinspektion Bitburg einen Tag nach dem Unfall, der den 44-jährigen Autofahrer das Leben kostete. Auf der Gegenfahrbahn war sein Wagen frontal mit einem entgegenkommenden Sattelzug zusammengestoßen, der mit Reifen beladen war, Feuer fing und ausbrannte.

Der Mann am Steuer des LKW hatte einen anderen Transporter überholen wollen - und dabei den Mercedes, unterwegs auf der linken Spur, übersehen. Die beiden LKW-Fahrer wurden leicht verletzt. Die Bundesstraße ist zwischen Meilbrück und Helenenberg seit Donnerstagnachmittag nicht befahrbar.

Der Sattelzug wurde noch in der Nacht mit einem Kran geborgen. Doch die Fahrbahndecke ist durch die Hitze so stark beschädigt, dass sie erneuert werden muss. Die Arbeiter sind seit dem Morgen 6 Uhr dabei, die Strecke zu sanieren - "schneller ging nicht", sagt Reinhold Heinz vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein. Man sei auch gut im Zeitplan. Dennoch: "Die Sperrung vor Samstagmittag aufzuheben, ist nicht machbar." Er schätzt, dass dort ab etwa 13 Uhr der Verkehr wieder fließt.

Zuvor müsse die neue Asphaltschicht abkühlen und aushärten, auch die Leitplanken müssen erneuert werden. Am Freitag hat der LBM in Zusammenarbeit mit anderen Firmen die kaputte Teerschicht abgefräst und Erdreich abgetragen, das mit Diesel und Öl verschmutzt war. Anschließend wurde die Fahrbahn neu asphaltiert.

Während all dieser Arbeiten muss die Bundesstraße zwischen Meilbrück und Helenenberg gesperrt bleiben. Eine Umleitung führt über Irrel und Eisenach sowie die B 257 - eigentlich. Vor allem am späten Donnerstagabend kam es offenbar zu Problemen: LKW-Fahrer hielten sich nicht an die ausgeschilderte Strecke, sondern benutzten die K 25 - und die führt durch die engen Straßen von Gilzem.

Aus diesem Grund hat der LBM am Freitagvormittag Verbotsschilder angebracht: Fahrzeuge über 7,5 Tonnen dürfen nicht Richtung Gilzem abbiegen, sondern sollen der Umleitungsstrecke folgen. Das ist auch im Sinne von Mario Bisdorf. "Das war ein ziemliches Chaos", erzählt der erste Beigeordnete. Bis etwa 20 Uhr am Donnerstagabend hätten die Lastwagen bis zum Helenenberg gestanden, auch danach seinen noch viele durch Gilzem gefahren. "Ich würde mich wundern, wenn die keine Schäden hinterlassen hätten."

Weitere Unfälle habe es auf der Ausweichstrecke keine gegeben, sagt Wolfgang Zenner von der PI Bitburg. Dort soll nun der genaue Unfallhergang geklärt werden: "Zeugen werden vernommen", sagt Zenner. "Der Gutachter hat seine Arbeit aufgenommen."

Den Gesamtschaden könne er noch nicht beziffern. Es wird wohl eine ordentliche Summe zusammenkommen: etliche Reifen sind verbrannt, zwei Autos zerstört, 350 Quadratmeter Straße beschädigt.

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