Nach vorne und nach oben blicken

Nach vorne und nach oben blicken

BITBURG. Der 25. Beda-Markt ist eröffnet. Bis Sonntag präsentieren sich mehr als 100 Aussteller an verschiedenen Plätzen der Stadt Bitburg den Menschen. Bis zu 80 000 Besucher werden bis Sonntag erwartet.

Das Thema Wetter hat bei einer Zusammenkunft honoriger Damen und Herren seit jeher einen hohen Stellenwert. Dies gilt besonders in Wahlkampfzeiten. Denn am Wetter hat niemand schuld, es lässt sich ungezwungen drüber sprechen und unpolitisch ist die Witterung obendrauf. Deshalb war es kaum verwunderlich, dass viele Blicke bei der Eröffnung des Beda-Markts gen Himmel gingen. Denn nach zwei lauen Frühlingstagen regnete es zu Beginn der Schau leise vor sich hin. Doch auch vom schlechten Wetter in diesem Jahr ließen sich die Organisatoren der größten Gewerbeausstellung in der Region nicht abhalten. So viele Aussteller wie noch nie sind nach Bitburg gekommen. Und vorsichtig optimistisch - was die Konjunktur betrifft - ist man auch noch. In diesem Jahr wurde der Beda-Markt im Ausstellungszelt der Auto-Händler auf dem Beda-Platz eröffnet. Die Präsentation von Fahrzeugen ist schließlich Keimzelle des Markts und wird nun zum 25. Mal veranstaltet. Bürgermeister Joachim Streit erinnerte in seiner Begrüßung an die erste Ausstellung 1979, als Landrat Fritz Gasper und Bürgermeister Theo Hallet auf der offenen Pritsche eines LKW die erste Beda-Leistungsschau eröffneten. Da hatten es die Festgäste der 25. Auflage bei Häppchen und Kaffee zwischen polierten Neuwagen schon etwas bequemer. Streit lobte - wie es sich für den Anlass geziemt - das Engagement der Organisatoren, ließ es aber auch an offenen Worten Richtung Trier nicht fehlen. Dort wird nämlich ein Verkaufsoffener Sonntag veranstaltet, obwohl der Termin des Beda-Markts bekannt war. "Wir hatten ein Gespräch mit dem Trierer Bürgermeister und den Verantworlichen", sagte Streit. Aber es sei von Trierer Seite nicht möglich gewesen, die terminliche Kollision zu verhindern. Und dies, obwohl man annehmen müsse, dass eine Ausstellung mit so langer Tradition eigentlich so etwas wie Bestandschutz genießen müsse. Dies sahen auch einige Gäste so. Einige von ihnen bemerkten dann auch anschließend, dass man in Trier wohl ein wenig verschnupft sei, da man selbst eine Ausstellung wie den Beda-Markt nicht auf die Beine gestellt bekäme, den Bitburgern ihren Erfolg aber nicht gönne. Trotz Terminkollision und durchwachsener Wettervorhersage verbreitete Sparkassen-Vorstand Norbert Laufs - so etwas wie der Hausherr der Auto-Ausstellung im Auto-Zelt und in den Räumen der Kreissparkasse - verhaltenen Optimismus. Es gebe "Lichtblicke am konjunkturellen Himmel". Die Anzeichen der Erholung bedürfen jedoch intensiver Begleitung. Laufs stellte fest, dass sein Kreditinstitut mit der Region eng verwachsen sei. "Die Finanzierung des Mittelstands ist und bleibt Kernkompetenz der Kreissparkasse Bitburg-Prüm", sagte Laufs. Optimistisch war auch Edgar Bujara (Autohaus Schaal). Gemeinsam mit seinen Kollegen veranstaltet er die Beda-Markt-Verlosung, deren Erlös dem Bitburger Haus der Jugend zu Gute kommt. "Wir werden mehr als 20 000 Lose verkaufen", sagte Bujara. Es seien am Freitagmorgen schon mehr als 19 000 Stück gewesen. So viele Lose waren es 2003. Damals erhielt das HdJ einen Scheck über rund 10 000 Euro. Auch TV -Maskottchen Lucky besucht den Beda-Markt. Die Leseratte ist am Sonntag, 13 bis 17 Uhr, in der Innenstadt unterwegs.