Nach zwei Jahren: Ortsdurchfahrt in Gondenbrett ist gemacht.

Straßenbau : Luft holen im Mehlental

Bald wieder freie Fahrt: Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt in Gondenbrett sind nach mehr als eineinhalb Jahren nahezu abgeschlossen.

„Die asphaltieren jetzt“, sagt Klaus Nägel, Ortsbürgermeister von Gondenbrett, am Telefon. Er hat angerufen, um den nächsten, wesentlichen Schritt der Arbeiten in der Gemeinde im Mehlental anzukündigen.

Sie haben lange genug geduldig darauf gewartet im Dorf und den Nachbarorten im Mehlental: Seit März 2018 (der TV berichtete) waren die Arbeiter der Irreler Baufirma Kohl in Gondenbrett, rissen die Straße vollständig auf und machten sich an die Erneuerung.

Und beim Besuch dort dieser Tage zeigt sich: Die Arbeiten sind sehr weit vorangeschritten mittlerweile. An einem Hof reißen sie gerade noch den alten Teerbelag heraus, um den Anschluss zum neuen Bürgersteig zu machen.

Einige ähnliche Arbeiten werden noch vorgenommen, bevor dann offiziell der Bauabschluss verkündet werden kann. Voraussichtlicher Termin nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Gerolstein: Mitte Oktober, nach etwas mehr als eineinhalb Jahren.

Tatsächlich sind zwei Straßen grundlegend erneuert worden: Die Kreisstraße 181 vom Ortseingang aus Richtung Niedermehlen bis zur Kreuzung mit der Kreisstraße 180, „auf einer Länge von etwa 380 Metern“, wie Norbert Kessler vom LBM durchgibt. Dort kommt die K 180 aus Richtung Prüm ins Dorf hinunter und führt weiter nach Wascheid. Sie ist ebenfalls erneuert worden, auf 581 Metern.

Kosten für alles auf diesen 961 Metern Straße: 1,6 Millionen Euro. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm trägt den größten Anteil, 1,02 Millionen Euro, für die beiden Straßen und die Nebenflächen. Die Gemeinde übernimmt 339 000 Euro, damit bezahlt sie die neuen Bürgersteige, 1,50 Meter breit, und die neue Beleuchtung im Dorf. Die Verbandsgemeindewerke Prüm tragen 278 000 Euro für die Oberflächenwasser-Kanalisation, die Kommunalen Netze Eifel 15 700 Euro für eine etwa 100 Meter lange, neue Trinkwasserleitung.

Um den Verkehr zu verlangsamen, wurden außerdem eine Mittelinsel und zwei Versätze im Straßenverlauf angelegt: Dort ragt der Bordstein etwas weiter in die Fahrbahn und verengt sie dadurch.

Vor gut einem Jahr: Gleiche Stelle, andere Blickrichtung – die aufgerissene Dorfstraße in Gondenbrett. Foto: Fritz-Peter Linden

Knapp sechs Wochen also noch, dann sind sie durch. Zwar gilt weiter die Sperrung, wird aber zwischen Arbeitern und Anliegern nicht mehr ganz so streng geregelt.