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Nachwuchs am Ruder - und alles wird besser

Nachwuchs am Ruder - und alles wird besser

Drei Aufführungen, mehr als 1200 Zuschauer: Das Kindermusical des Regino-Gymnasiums Prüm war ein toller Erfolg.

Prüm (red/fpl) Gut gemacht, ihr jungen Künstler: Mehr als 60 Darsteller, nochmal so viele Chorsänger, achtzehn Musiker, zehn Techniker, acht Lehrer, eine kreative Ehemalige und mehr als 1200 Zuschauer an drei Tagen - allein die Zahlen zeigen, dass das Musical mit dem Titel "Kinder an die Macht!" kein kleines Unterfangen war. Wer dann noch nach der Vorstellung selig lächelnde und stolze Eltern den Saal verlassen sah, der wusste: Das Projekt ist gelungen.
Drei Tage regierten im Schönecker Gemeindehaus, dem Forum im Flecken, die jungen Akteure vom Regino-Gymnasium Prüm. Unter der Leitung von Alexandra Becker und ihren Musikerkollegen führten Kinder der sechsten und siebten Jahrgangsstufe das Stück als Gesamtkunstwerk auf. Sie zeigten singend, sprechend und tanzend den Erwachsenen, wie diese ein kleines französisches Dorf durch die ganz normalen Alltagssorgen - und übermäßigen Alkoholkonsum - heruntergewirtschaftet haben. Durch einen Zauber sind die Eltern aber in einen tagelangen Schlaf versetzt. Die Kinder müssen deshalb die Verwaltung und die Rettung ihres Dorfs übernehmen. Das tun sie mit Spaß und Verantwortungsgefühl - und mit Erfolg: Der Alkohol wird vernichtet, das Dorf schöner, und die Menschen werden deutlich freundlicher. Dabei nehmen Elf- bis 13-Jährige die Bühne wie selbstverständlich in Besitz und spielen ihre Rollen schon ziemlich souverän. Stimmlich versiert agieren Chor wie Solosänger - alles einstudiert von Alexandra Becker. Darstellerisch gekonnt treten die Schauspieler auf, unter der Regie von Doris Ehlen und Maria Kühn. Ein Ballett-Ensemble aus Schülerinnen der siebten bis zehnten Jahrgangsstufe, choreographiert und einstudiert von Julia Laschefski, und ein hervorragend aufspielendes Orchester unter Leitung von Tobias Meyer und Markus Wollsiffer helfen mit, den Abend zum Erlebnis werden zu lassen. "Sie sind der Meinung - das war Spitze!", so schallte es denn auch, angeleitet durch Schuldirektor Albrecht Petri, nach dem tosenden Schlussapplaus.