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Nächste Runde im Kampf um den Eifelpark Gondorf

Nächste Runde im Kampf um den Eifelpark Gondorf

Eigentlich wollte Bernd Capellen am Freitag vor Weihnachten beim Amtsgericht Wuppertal den Insolvenzantrag für seine Eifelpark GmbH stellen. Das hatte er nach einem aus seiner Sicht gescheiterten Vermittlungsgespräch im Kreishaus angekündigt. Nun hat er den Gang zum Amtsgericht auf Anfang Januar verschoben.

Es war ein Paukenschlag, als Parkbetreiber Bernd Capellen vergangene Woche angekündigt hat, dass er am Freitag, 21. Dezember, Insolvenz für den Eifelpark anmeldet. Doch beim Amtsgericht Wuppertal wusste am Freitag keiner was von einem Insolvenzantrag für die Eifelpark GmbH (der TV berichtete). Kein Wunder: Der Parkbetreiber hat das vorläufige Aus für die Freizeiteinrichtung erneut verschoben. Bereits einige Male hatte Capellen Ankündigungen gemacht - etwa die Fahrgeschäfte zu verkaufen oder Anfang Dezember definitiv über die Zukunft des Eifelparks zu entscheiden. Aber es blieb bei Ankündigungen.

Kurz und knapp lässt Capellen Landrat Joachim Streit, Gondorfs Ortsbürgermeister Otmar Kaufmann sowie den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land, Josef Junk, sowie die TV-Redaktion nun wissen: "Der Insolvenzantrag wurde etwas umgeschrieben, weniger juristische Ausführungen. Der Insolvenzantrag und die dazugehörige Korrespondenz mit der Gemeinde Gondorf werden wir ab Anfang Januar 2013 ins Internet stellen." Capellen kommt sich von der Gemeinde unverstanden vor. Bei dem Vermittlungsgespräch im Kreishaus, das die erste Beigeordnete Monika Fink stellvertretend für den Landrat geführt hat, soll es nach TV-Informationen nicht mehr um die Pachtverträge für die 300 Stellplätze gegangen sein. Obwohl sich doch einst genau daran der ganze Streit zwischen Parkbetreiber und Gemeinde entzündet hat, weil Capellen von Beginn an die 22 000 Euro im Jahr, die er an die Gemeinde zu zahlen hat, zu hoch waren. Auch die 50 Ferienhäuser, die Capellen zwischenzeitlich vorhatte, am Eifelpark zu errichten, waren kein Thema bei dem Gespräch. Die Gemeinde, so signalisierte Orts-Chef Kaufmann, sei verhandlungsbereit. Doch das scheint Capellen nun nicht mehr. Zu seiner Ankündigung, nicht nur den Insolvenzantrag, sondern auch die Korrespondenz mit der Gemeinde ins Internet zu stellen, schreibt Capellen: "Jeder Bürger kann sich dann selbst informieren und eine eigene Meinung bilden."Meinung

Was für ein Trauerspiel
Natürlich ist es traurig, dass der Eifelpark, so scheint es derzeit, kurz vor dem endgültigen Aus steht. Doch was an der ganzen Geschichte wirklich traurig stimmt, ist die ganze Art und Weise, in der Parkbetreiber Bernd Capellen vor Ort auftritt. Ob er wirklich seinen Insolvenzantrag stellt, wird sich im Januar zeigen. Was aber bereits jetzt fest steht ist: Korrespondenz, die er mit der Gemeinde in dieser Sache geführt hat, ins Internet stellen zu wollen, ist schlechter Stil. Aber was will man von einem Geschäftsmann erwarten, der lieber erfolglos eine Gemeinde wegen Subventionsversuchs verklagt, als mit den Leuten vor Ort zu sprechen. d.schommer@volksfreund.de