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Nächster Speicherer Schandfleck verschwindet

Vier Wohnhäuser entstehen in der Bahnhofstraße : Nächster Speicherer Schandfleck verschwindet

Auf dem Areal des alten Eurospar in Speicher wird derzeit ein Wohnkomplex mit Tagespflege und Senioren-WG realisiert. 2021 sollen nebenan drei Mehrfamilienhäuser folgen.

Es geht weit runter auf dem Grundstück in der Speicherer Bahnhofstraße. Klein wie eine Maus sieht der Arbeiter in der Grube aus. Die Ausmaße des Lochs, sie verschaffen einen Eindruck von der Größe des Gebäudes, das hier entstehen soll.

Es ist ein mehrstöckiger, weißer Komplex, den Planer Eric Mathey dem Stadtrat am Donnerstag an die Leinwand wirft. Ins Erdgeschoss soll eine Senioren-WG der Caritas einziehen.  In den zwei Stockwerken darüber sind eine Tagespflegestation sowie neun bis zwölf Wohnungen geplant, vielleicht eine Facharztpraxis. Und wenn die Wohnanlage einmal steht, sollen ab Sommer 2021 noch weitere drei Mehrfamilienhäuser samt Tiefgaragen und Grünanlagen dahinter entstehen.

Begonnen haben die Arbeiten am ersten Gebäude Anfang September. Das Loch war lange ausgehoben, die Bagger der Firma Liewer, Binsfeld, bereit. Allerdings, sagt Mathey, habe man acht Monate auf die Baugenehmigung warten müssen. Jetzt, wo alles läuft, rechnet der Ingenieur mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren.

Danach wird der ehemalige Schandfleck der Stadt eine regelrechte Verwandlung durchgemacht haben. Denn seitdem Getränkemarkt und Edeka ihre Türen schlossen, gammelt das rund 7000 Quadratmeter große Grundstück vor sich hin.

Meterhoch schießt das Unkraut aus dem Asphalt, Kletterpflanzen wachsen die Fassade des früheren Supermarkts empor. Und der Platz rund um den Kasten hat sich zur Müllhalde entwickelt. Eine Autokarosse, Spül- und Waschmaschinen, Kühlschränke und ein ausrangierter Rollstuhl liegen herum. Schrottsammler hätten daran wohl ihre Freude. Mathey hingegen sagt: „Die Situation kann sich eigentlich nur verbessern.“

Es ist also Zeit, dass jemand aufräumt. Der Bereich zur Straße hin wirkt seit dem Abriss des Getränkemarkts schon eingeladender. Der alte Edeka soll ebenfalls noch dieses Jahr unter die Birne kommen. Die Firma Liewer will den Beton aus der maroden Bude nämlich recyceln und für den Bau des Wohnkomplexes nutzen.

Wohnkomplex Speicher Bahnhofstraße Foto: TV/Ingenieurbüro Mathey und Partner

Einzige Bedenken bereitet Oswald Krumeich(SPD) nun noch die Parksituation. Ingenieur Mathey kann aber auch diese Sorgen zerstreuen: „Wir planen mehr Stellplätze, als erforderlich wären.“