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Netzwerk Engagierte Stadt Bitburg Ehrenamt

Ehrenamt : Koordinieren, wertschätzen, beraten

Das Netzwerk der „Engagierten Stadt“ Bitburg soll Ehrenamtler an einen Tisch bringen und unterstützen. Eine Stelle wird dafür im Rathaus eingerichtet.

Das ehrenamtliche Engagement der Bürger in Bitburg ist vielfältig. Um dies zu unterstützen und zu fördern, hat es sich die Stadt zur Aufgabe gemacht, diese Bereitschaft künftig noch intensiver zu begleiten und zu koordinieren.

Bürgermeister Joachim Kandels und Monika Dondelinger vom Caritasverband Westeifel erläutern in einem Gespräch mit der Presse das Konzept der „engagierten Stadt Bitburg“, die genau das zum Ziel hat. „Es ist wichtig, dass das Ehrenamt auch eine politische Rückendeckung bekommt“, sagt Monika Dondelinger. Genau das wolle die Stadt den Ehrenamtlichen bieten. Es solle eine Strategie entwickelt werden, die Trägerübergreifend funktioniert.

Zurückzuführen ist die „Engagierte Stadt“ auf ein Förderprogramm, für das sich die Stadt unter Federführung des Caritasverbands Westeifel vor fünf Jahren beworben hat (siehe Info).

Federführend bei der Engagierten Stadt ist eine Steuerungsgruppe, die aus zehn bis maximal zölf Personen besteht. Diese erarbeitet und formuliert Ziele und prüft, wo es neue Bedürfnisse gibt und wie diese erfüllt werden können. Auch Vorschläge zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit sollen hier erarbeitet werden. Dieser Arbeitskreis setzt sich unter anderem zusammen aus Vertretern des Kooperationspartners Caritasverband Westeifel, der Gleichstellungsbeauftraten der Stadt, Vertretern aus der Politik, Mitglieder aus Vereinen und ehrenamtlichen Gruppen und Vertretern der Jugend.

Bei der Stadt selbst ist eine Koordinierungsstelle geplant, die laut Kandels und Dondelinger etwa ab Beginn des neuen Jahres die Arbeit aufnehmen soll. Mit Sarah Franzen gibt es jetzt schon eine Mitarbeiterin der Stadt, die bei dem Projekt mitarbeitet. „Wir wollen eine richtige Stelle schaffen, dass jemand als Ansprechpartner da ist“, so Kandels. Wenn das erreicht ist, soll die Federführung vom Caritasverband auf die Stadt Bitburg übertragen werden.

Für die Ehremamtlichen soll die „Engagierte Stadt“ ganz konkrete Vorteile bringen. So ist zum Beispiel geplant, dass Menschen für ihre Tätigkeit geschult und beraten werden. Für Bürgermeister Kandels steht aber die Wertschätzung des Ehrenamtes im Vordergrund. Schon jetzt würde bereits Sport und Kultur finanziell gefördert. Aber darüber unterstütze die Stadt auch schon mit der Ehrenamtskarte, die in einigen Bereichen Vergünstigungen bietet. Auch bei Grundstückerwerb könnten Ehrenamtler mit ihrem Engagement Punkte sammeln, die ihnen dann Vorteile bringen.

Ein weiterer Vorteil einer Bündelung der verschiedenen Verein, Verbände und Organisationen sei eine bessere Orientierung. So könnten Menschen, die sich einsetzen möchten, weil sie in den Ruhestand gehen, neu zugezogen sind oder einfach gerne unter Menschen sind, Hilfe und Beratung finden, um das Richtige für sich zu finden. Und dabei beschränken sich die Möglichkeiten eben nicht nur vor allem auf den sozialen Bereich, wie es bei der Caritas im Vordergrund steht. Es kann sich auch um einen Einsatz bei der Feuerwehr, beim technischen Hilfsdienst, im Sport- und Musikverein und vielen anderen Sparten sein. Auch, wenn sich beispielsweise eine Gruppe auflöst, weil kein Nachwuchs gefunden wird,  könnte bei einer Koordinierungstelle geschaut werden, wer diese oder ähnliche Aufgaben übernehmen kann.

Eigentlich war in diesem Jahr auch ein Vereinsfest geplant, bei denen sich die Beteiligten hätten vorstellen können. Wegen Corona wurde dies natürlich abgesagt. Doch Joachim Kandels denkt jetzt schon weiter. Er könnte sich vorstellen den Landesehrenamtstag im Zusammenhang mit einem Vereinsfest nach Bitburg zu holen.

Im Internet gibt es umfangreiche Informationen zum Ehrenamt mit all seinen Facetten auf der Seite www.bitburger-engagement-netz.de