Netzwerk rund um Solar-Energie

Netzwerk rund um Solar-Energie

Innovationen rund um das Thema "Solar-Energietechnik made in Luxemburg" stehen bei einem neuen Projekt für Luxemburger Unternehmen im Mittelpunkt. Wirtschaftsminister Jeannot Krecké hat dafür bereits seine Hilfe zugesagt. Modell für dieses Projekt ist Roth an der Our, wo derzeit das erste Solarheizkraftwerk Deutschlands gebaut wird.

Roth/Luxemburg. (red) Drei Unternehmen aus dem Großherzogtum planen und bauen derzeit das erste Solarheizkraftwerk Deutschlands. Dieses Pilotprojekt in Roth a. d. Our setzt der Projektentwickler Innovat aus Berdorf zusammen mit weiteren luxemburgischen Unternehmen um. Mit Hilfe der Kooperation mit der Firma SolarWood aus Foetz, dem einzigen Hersteller von Photovoltaik-Elementen für Hausdächer, und dem Ingenieurholzbauer Z.D.K. Langer aus Echternach sollen neue Wege im Bereich energieeffizientes Bauen, Wohnen und Sanieren beschritten werden. Umweltfreundlicher Strom und Wärme sollen mit der Sonne in der Eifel erzeugt werden.

"Wir unterstützen derartige Projekte, weil wir der Meinung sind, dass es hier ein riesiges Potenzial für die Zukunft gibt", sagte Luxemburgs Wirtschaftsminister Jeannot Krecké bei einer Betriebsbesichtigung bei SolarWood in Foetz. Er will mit einem neuen Netzwerk einen gemeinsamen Aktionsplan auf den Weg bringen. "Wir haben schon verschiedene Unternehmen aus diesem Bereich unterstützt. Jetzt geht es darum, diese Firmen zusammenzubringen. Damit wird von luxemburgischer Seite die Voraussetzung geschaffen, mit Qualität und Innovation weitere Geschäftserfolge zu erzielen", sagte der Minister im Gespräch mit den Unternehmern.

"Wir werden in Zukunft noch einige Projekte in unserem neuen Netzwerk gemeinsam realisieren", kündigte SolarWood-Geschäftsführer Michel Unsen-Bellion an. Sein Unternehmen wird die Photovoltaik-Elemente zur Stromerzeugung im neuen Solarheizkraftwerk in Roth a. d. Our liefern. Seit rund einem Jahr arbeitet das Unternehmen mit dem Projektentwickler Innovat zusammen. "Wir sind eine starke Gemeinschaft geworden, und wir ergänzen uns", erklärte auch Z.D.K.-Geschäftsführer Günther Langer. "Wir wollen neue Perspektiven in der regenerativen Energieversorgung aufzeigen, wo sonst nur Standards zur Anwendung kommen", beschreibt Innovat-Geschäftsführer Ewald Schares seine Investitionen. "Wir wollen die einmalige Chance nutzen, mittels eines Solarheizkraftwerkes über ein Nahwärmenetz die Wohngebäude mit Energie zu versorgen und dabei die Kosten für den Wärmebedarf auf zehn Jahre festzulegen."

Mit dieser Vorgabe ist das Projekt einmalig in Deutschland und ein innovatives Modell für CO{-2}-neutrales Bauen und Wohnen. Dabei kooperiert Innovat mit weiteren erfahrenen Partnern.

Auf einer Fläche von rund fünf Hektar entsteht zurzeit das CO{-2}-neutrale Wohnbaugebiet "Im Brodschrank". Am nordöstlichen Rand des Baugebietes steht bereits auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern die Bodenplatte für das erste Solarheizkraftwerk Deutschlands. In einem Systemkreislauf sollen dort schon bald Energie, Heizwärme und Warmwasser erzeugt werden. Das Herzstück wird eine thermische Solaranlage mit Vakuum-Röhrenkollektoren bilden. Der zusätzliche Einsatz von Wärmepumpen, hochwärmegedämmten Wasserspeichern sowie einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung wird den kompletten Energiebedarf für die 42 Wohneinheiten optimieren. Nur rund elf Euro sollen die monatlichen Kosten für den Wärmebedarf eines Einfamilienhauses in Roth a. d. Our betragen.

Die gemeinsame Entwicklung eines "Energiedachs", das den gewünschten Energiemix aus Strom und Wärme kombiniert, ist das Ziel des INNSOLux Netzwerkes. Mit dieser Entwicklung ist es möglich, Ein- und Mehrfamilienhäuser zu zukunftsfähigen Energie-Häusern umzuplanen. Das kommt der Umwelt und dem Geldbeutel zugute.

Infos www.innovat.lu.