Neuauflage nach 50 Jahren

Mit neuem Marktplatz präsentiert sich die Schneifelgemeinde Bleialf der Kreiskommission des Dorfwettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" am Dienstag. Doch nicht nur damit will der Ort bei den Experten punkten.

Bleialf. Genau 50 Jahre nach der letzten Teilnahme wagt die Schneifelgemeinde Bleialf einen neuen Anlauf beim Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. "Das ist wie eine kleine Jubiläumsvorführung", sagt Ortsbürgermeisterin Edith Baur. Seit langem seien die Zukunftskonzepte im Ort erarbeitet worden - um eben der Kommission zu beweisen, dass Bleialf ein Dorf mit Zukunft ist. Als Beispiele nennt Baur die Entwicklung des ehemaligen Bahnhofs und des angrenzenden Gewerbegebiets, die schon seit vielen Jahren vorangetrieben worden ist. Genauso wie die Öffnung des alten Eisenbahntunnels, durch den der Eifel-Ardennen-Radweg in Richtung St. Vith führt. So könne man nun der Kommission die vielen Ergebnisse der langfristigen Entwicklung zeigen.
Jüngster Ausdruck ist der in diesem Jahr neu gestaltete Marktplatz, der der gesamten Ortsmitte zusammen mit dem Brunnen des Künstlers Werner Bitzigeio ein neues Gesicht gibt. Erst vor wenigen Wochen wurde der Platz offiziell eingeweiht (der TV berichtete). Auch die Vorbereitungen dieses Projekts hätten ein gutes Jahrzehnt in Anspruch genommen, sagt Baur.
Ebenfalls nicht alltäglich sind die zahlreichen Vereine in der Gemeinde. Darunter der Bergmannsverein St. Barbara, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert und an die lange Bergbautradition erinnert, die auch für den Ortsnamen verantwortlich ist.
Ohne öffentliche Zuschüsse sorgt er dafür, dass der alte Bergwerksstollen begangen werden kann, und bietet Führungen an. "Das ist ein ganz wichtiger Beitrag für den Tourismus", sagt Baur. "Die Bereitschaft, unser Dorf ehrenamtlich auch im kulturellen Leben nach vorne zu bringen, ist für mich ein verborgener Edelstein, der von einem unschätzbaren Wert ist."
Aber auch an den harten Zahlen kann sich der Ort Bleialf messen lassen: Aktuell hat er 1256 Einwohner auf einer Fläche von insgesamt 7,5 Quadratkilometern. Neben zahlreichen Arbeitsplätzen ist auch die Schullandschaft überdurchschnittlich gut aufgestellt. Neben der Grundschule gibt es eine Realschule plus, ehemals die Regionale Schule, die aufgrund des großen Schülerzuspruchs erweitert wird.
Nun hofft Baur, dass die Gemeinde auch die Kreiskommission überzeugen kann. Denn neben den abgeschlossenen Entwicklungen hat der Ort auch noch viel vor. So soll demnächst das Neubaugebiet ausgewiesen werden. "Wir bleiben ja nicht stehen, sondern machen immer weiter."