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Neue Fläche für die letzte Ruhe

Neue Fläche für die letzte Ruhe

Möglichst bald soll es in Daun eine Naturbegräbnisstätte geben. Der Stadtrat hat einen Grundsatzbeschluss gefasst und dafür Flächen auf dem Gelände des städtischen Friedhofs auf dem Wehrbüsch ins Auge gefasst. Bislang gibt es im Kreis Vulkaneifel solche Angebote in Jünkerath und in Gerolstein.

Daun. Die Form, die Menschen für die letzte Ruhe wählen, hat sich deutlich verändert. Und die Entwicklung hat sich auch in der Stadt Daun schnell vollzogen. Dominierte bis vor nicht allzu langer Zeit noch der Sarg, liegen die Urnenbestattungen mittlerweile deutlich vorn. Diese Form wurde bei den Begräbnissen in der Stadt Daun in den vergangenen fünf Jahren in gut 70 Prozent gewählt.
Ein Grund: Die Angehörigen haben damit weniger Aufwand für die Grabpflege. Aber es gibt auch immer mehr Menschen, die nicht auf einem Friedhof klassischer Prägung beerdigt werden wollen, sondern auf einer Naturbegräbnisstätte.
Auch die Stadt Daun beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema und trägt der Entwicklung nun Rechnung: Der Stadtrat hat einstimmig die Einrichtung einer Naturbegräbnisstätte beschlossen. Begründung: Das Interesse ist da, warum sollte es also ein solches Angebot nicht auch in Daun geben?
Auch über den Platz ist entschieden worden: ein Areal auf dem städtischen Friedhof auf dem Wehrbüsch. Dort ist vor Jahren sehr großzügig erweitert worden, Flächen im oberen Teil sind deshalb ungenutzt. Vorgesehen ist, dort die Naturbegräbnisstätte einzurichten.
Bei den Überlegungen, wie das Gelände - mit möglichst geringem Aufwand und überschaubaren Kosten - ansprechend gestaltet werden kann, bekommt die Stadt wissenschaftliche Unterstützung.
Zwei Professorinnen und Studenten der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter (bei Bonn) haben sich das Gelände auf dem Wehrbüsch-Friedhof bereits angeschaut. Sie sind derzeit dabei, ein Konzept für die Naturbegräbnisstätte zu erstellen, das nach den Sommerferien vorgestellt werden soll. Geplant ist, dass dort ab 2016 Beerdigungen möglich sein werden. sts
Extra

Was ist eine Naturbegräbnisstätte? Auf einer Naturbegräbnisstätte gibt es keine abgegrenzten Gräber. Die Urnen werden unter einem Baum oder einem Findling vergraben. Daher entfällt die Grabpflege, auch Grabsteine gibt es nicht. Als Kennzeichnung können an den Bäumen oder den Findlingen zum Beispiel Schilder oder religiöse Symbole angebracht werden. sts