Neue Ideen für ehemaliges Neuerburger Krankenhaus
Neuerburg · Soll man das leerstehende Krankenhaus in ein Gesundheitszentrum umwandeln oder an einen Investor verkaufen, der dort ein gerontopsychiatrisches Pflegeheim eröffnen möchte? Die Kandidaten präsentieren in Neuerburg ihre Pläne. Der Stadtrat entscheidet im August.
Neuerburg. Mehr als 400 Interessenten haben am Mittwoch die Informationsveranstaltung zur medizinischen Versorgung in Neuerburg besucht. Denn seit die Marienhaus-Stiftung das St.-Josef-Krankenhaus 2014 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen hat, sehen die Menschen in der Südeifel ihre medizinische Versorgung schwinden. Seit Monaten versucht die Stiftung - auf Druck der Bevölkerung -, in dem leerstehenden Krankenhausgebäude ein Gesundheitszentrum mit Ärzten verschiedener Disziplinen auf die Beine zu stellen.
Vera Bers, Geschäftsführerin der Marienhaus-Stiftung, stellte ihr Konzept vor: Danach sind mehrere Ärzte bereit, im Erdgeschoss Praxen zu eröffnen. Das Konzept ist jedoch wirtschaftlich nicht tragfähig. "Auf fünf Jahre gerechnet sind das 3,5 Millionen Euro Miese", sagt Stadtbürgermeisterin Anna Kling. Der neue Mann im Spiel, der Psychiater Friedrich Klösges, unterbreitet den Neuerburgern eine Alternative: Er möchte der Stadt das Krankenhaus sowie das angrenzende leerstehende Altenheim abkaufen und dort eine gerontopsychiatrische Pflegeeinrichtung eröffnen. "Ich möchte hier bis zu vier Millionen Euro investieren", sagt Klösges auf TV-Anfrage. Klösges: "Mit dem Geld können die Neuerburger an anderer Stelle ein Gesundheitszentrum errichten." Der Stadtrat entscheidet im August. cmo
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