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Neue Intensivstation für das St. Josef-Krankenhaus

Neue Intensivstation für das St. Josef-Krankenhaus

Für mehrere Millionen Euro soll das Prümer Krankenhaus in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Ziel ist es, die Organisation und die Abläufe zu optimieren; dazu soll unter anderem die Intensivstation in einen Anbau umziehen.

Prüm. Kurze Wege, kurze Anbindungen und weniger Fahrstuhl-Fahren: Das sind die Ziele, die das Prümer Krankenhaus nach den Worten des kaufmännischen Direktors Andreas Fidelak mit dem geplanten Ausbau verfolgt (der TV berichtete). Im Detail soll die Intensivstation von ihrem bisherigen Standort in einen zu errichtenden Anbau verlegt werden. Auch die Endoskopie soll einen neuen Standort bekommen und vergrößert werden, wie auch die Abteilung für Funktionsdiagnostik. Überdies soll ein neuer Aufzug eingebaut werden, denn die bisherigen drei Lifte seien am Rande ihrer Kapazität. "Natürlich gibt es eine Vorrangschaltung für dringende Fälle, aber sonst kann es schon passieren, dass man warten muss", sagt Fidelak.

Ingesamt findet der kaufmännische Leiter, dass die Aufteilung und Organisation im Krankenhaus noch besser gestaltet werden kann. "Auch bei uns gibt es derzeit noch Abläufe, die man noch besser machen kann", sagt Fidelak. Etwa, dass die Operationssäle im Erdgeschoss sind, die Intensivstation aber ein Stock darüber. "Das bringt einfach viele Aufzugsfahrten mit sich, die vermeidbar wären." Auch eine Intensivstation werde heutzutage anders aufgeteilt. "Wir versuchen, durch die Erweiterung eine neue, bessere Sortierung ins Haus zu bringen und kürzere Wege zu organisieren."

Flächenmäßig größter Notall-Bezirk im Land

 Das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm soll für mehrere Millionen Euro erweitert werden. TV-Foto: Archiv/Stefanie Glandien
Das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm soll für mehrere Millionen Euro erweitert werden. TV-Foto: Archiv/Stefanie Glandien



Für den ersten Bauabschnitt werden rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt, die weiteren sind noch nicht abschließend kalkuliert "Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr beginnen können", sagt Fidelak. Vorher müsse aber noch die Feinarbeit an den Plänen vorgenommen werden. "Damit konnten wir aber erst anfangen, als wir die grundsätzliche Zusage hatten", sagt Fidelak. In welchem Zeitraum die gesamte Maßnahme abgeschlossen werden könne, hänge vor allem davon ab, wie das Geld von der Landesregierung zur Verfügung gestellt werde.

Für den Bereich der geriatrischen Betreuung, die zum Ziel hat, älteren Menschen so lange wie möglich ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, gibt es unterdessen eine Neuerung zu vermelden: Der Förderverein des Krankenhauses um die Vorsitzende Ursula Hansen hat einen Theravitaltrainer gestiftet. Das rund 4500 Euro teure Gerät erinnert an einen Heimtrainer, hat aber zusätzliche Kurbeln für die Arme. Die Besonderheit: Die Kurbeln können auch über einen Motor angetrieben werden, so dass auch Arme und Beine von den Patienten bewegt werden können, die dies nicht mehr aus eigener Kraft schaffen.

Ingesamt sei die Aufnahme des Prümer St. Josef-Krankenhauses in den Investitionsplan aber ein gutes Signal. "Wir sind flächenmäßig der größte Notfall-Bezirk in Rheinland-Pfalz", sagt Fidelak. Rund 820 Einsätze gebe es pro Jahr, "und wir sind stolz darauf, dass wir noch nie abmelden mussten, sondern immer in der Lage waren zu helfen", sagt Fidelak. "Daher ist der Standort nicht wegzudenken."