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Neue Lampen gegen Insektensterben auf dem Flugplatz können helfen

Kommentar zum Insektensterben : Neue Lampen sind die Lösung

Mücken und Motten haben kein gutes Image. Den meisten Menschen sind die nachtaktiven Flattermänner eher lästig. Selbst wenn sie massenhaft in einem Flutlicht verbrennen, wird kaum jemand zucken.

Dabei ist das durchaus ein Grund zur Sorge. Denn auch diese Arten sind wichtig für unser Ökosystem.

Manche Insekten sind wichtige Bestäuber von Pflanzen. Andere Tierchen dienen zumindest als Nahrung für Vögel oder Fledermäuse, die durch die Lampen übrigens ebenfalls irritiert werden. Wenn die Falter alle tot sind, verhungern größere Tiere. Ein Teufelskreis.

Nun kann es natürlich nicht die Lösung sein, ein militärisches Rollfeld über Nacht im Dunkeln zu lassen. Wohl aber kann man die Lampen durch LEDs ersetzen, was die Base ja selbst vorgeschlagen hat. Der Natur wäre auf jeden Fall geholfen, wenn das, wie angekündigt, schon bis 2022 klappen würde.

Die größte Gefahr für die Insekten freilich sind nicht die grellen Lichter, sondern Pestizide. Höchste Zeit, dass auch hier mehr passiert.

Dass sich das Problem so schnell und widerstandslos lösen lässt wie der Tausch der Lampen steht allerdings nicht zu erwarten.

c.altmayer@volksfreund.de