Neue Mitte

SEINSFELD. Prominenter Besuch in der Pfarrkirche St. Dionysius in Seinsfeld: Mit einem feierlichen Hochamt hat Bischof Reinhard Marx ein neues Ambo und einen Steinaltar eingeweiht.

Unter Verwendung des mittelalterlichen Westturmes wurde in den Jahren 1739 bis 1741 die Pfarrkirche in Seinsfeld neu gebaut. Kanzel und Kommunionbank stammen aus der Bauzeit der Kirche. Der Hochaltar ist eine Stiftung der Gräfin Maria Anna von Manderscheid-Kail aus dem Jahre 1748. Zur Zeit des Zweiten vatikanischen Konzils wurde der bisherige Holzaltar als vorläufiges Provisorium aufgestellt. Nach der letzten Renovierung, die mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Bistums erfolgte, zeigt sich die Kirche heute in neuem Glanz.Formschön und wohl proportioniert

Am Sonntag wurde nun der neue Steinaltar geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Von dem Niederbreitbacher Künstler und Bildhauer Hans Rams geschaffen, fügt sich der aus Mayener Basaltlava geschaffene Altar formschön und wohl proportioniert in die kleine Kirche ein. In den Steinaltar wurden der kirchlichen Tradition zufolge Reliquien des heiligen Willibrord eingemauert. Nach der Segnung des Wassers, mit dem Bischof Marx den Altar und die Gläubigen besprengte, den Lesungen und dem Evangelium fand die Salbung des Opfertisches statt. Weihwasser, Weihrauch und Chrisamöl, das brennend die fünf Wundmahle Jesu anschaulich in die Herzen der Gläubigen einbrennen soll, sind die äußerlichen Merkmale der Altarweihe.Verbindung zwischen Himmel und Erde

"Wenn wir den Weihrauch auf dem neuen Altar entzünden, dann ist das ein Zeichen dafür, dass all das, was auf dem Altar geschieht, eine Verbindung zwischen Himmel und Erde darstellt. Ich bitte Sie, diesen Altar als großes Weihnachtsgeschenk der Pfarrei zu verstehen, als eine Einladung, diesen Altar immer wieder als die Mitte ihres Lebens zu entdecken", sagte Marx an die Gläubigen gewandt. "Heute freuen wir uns sehr, dass auch unsere Pfarrkirche in Seinsfeld mit einem neuen Steinaltar und einem Ambo ausgestattet ist", sagte Peter Esch vom Pfarrverwaltungsrat, der sich im Namen der Pfarrgemeinde bei allen bedankte, die an der Verwirklichung des Projekts beteiligt waren. Der feierliche Gottesdienst wurde neben Bischof Marx auch von den Priestern Rudolf Heck, Hermann-Josef Hellinghausen, Hermann-Josef Wilhelmi und Pater Martin vom Kloster Himmerod zelebriert. Die Kirchenschola unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Berens sorgte für die musikalische Begleitung.