Neue Räume, alte Ziele

BITBURG. Fünf Jahre Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae in Bitburg – Zeit, um eine Bilanz der bisherigen Arbeit zu ziehen. Ein Höhepunkt war der Umzug der Beratungsstelle in neue Räume im Mai.

Im Graben 1 in Bitburg ist die neue Adresse der Schwangerenberatungsstelle von Donum Vitae. Nach dem Umzug aus der Rot-Kreuz-Straße haben die beiden Beraterinnen Christiane Fischer und Margit Kröner seit Mai in den neuen Räumen ihre Arbeit aufgenommen. Nachdem die Kirche sich aus der Schwangerenkonfliktberatung zurückzog, gründeten katholische Laien 1999 die Institution Donum Vitae. Seitdem gibt es bundesweit 106 Beratungsstellen mit 81 Außenstellen. Sieben davon befinden sich in Rheinland-Pfalz, die Landesgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Landstuhl. Seit März 2001 hat auch der Kreis Bitburg-Prüm eine Beratungsstelle, die sich 2002 unter dem Vorsitz von Mathilde Weinandy und ihrer Stellvertreterin Monika Fink als Verein formierte. Intensive Beratungen an Schulen

Über 500 Beratungen haben die beiden Halbtagskräfte Fischer und Kröner in diesen fünf Jahren bewältigt. "Vorwiegend Frauen, aber auch Paare, Familienangehörige und Freunde haben sich bei uns beraten lassen", sagt Christiane Fischer: "In vielen Fällen konnten wir den Frauen Mut machen, Ja zu sagen zu ihrem Kind, und auch ganz konkrete Hilfe anbieten." Und die besteht neben Sachspenden aus der hauseigenen Kleiderkammer auch darin, dass beispielsweise Gelder bei der Stiftung "Familie in Not" beim Landesamt in Mainz beantragt oder bei Behördenangelegenheiten Unterstützung angeboten werden. Ein weiterer wichtiger Arbeitszweig ist inzwischen auch die Präventionsarbeit. "Denn auch hier im ländlichen Bereich wurde in den vergangenen Jahren ein Anstieg von ungewollten Schwangerschaften bei Minderjährigen festgestellt", sagt Kröner. Beide Beraterinnen haben sich intensiv in diesen Bereich eingearbeitet. Christiane Fischer absolvierte eine zweijährige Ausbildung zur Sexualpädagogin. In den vergangenen fünf Jahren erreichte Donum Vitae über 3000 Schüler und Schülerinnen. Allein 2005 waren es über 1000 Schüler im Landkreis. "Wir haben gravierende Wissenslücken feststellen können", sagt Fischer: "Inzwischen sind auch die Schulen offener dafür, Fachkräfte von außen zu holen." Und noch eins haben die Beraterinnen erkennen können. Seit 2005 ist die Zahl der zu beratenden Jugendlichen zurückgegangen. Ob das mit den Beratungen in den Schulen zusammenhängt, können Fischer und Kröner allerdings nicht bestätigen. Kontakt: Donum Vitae, Im Graben 1, 54634 Bitburg, Telefon 06561/695016.