Neue Räume für Altenpfleger-Ausbildung in Bitburg

Bildung : In neuen Räumen pauken für die Pflege

Angehende Altenpfleger können in Bitburg jetzt auf 560 Quadratmetern in der Maria-Kundenreich-Straße ihren Beruf lernen.

Hell, freundlich und modern sind die neuen Räume, in denen jetzt Altenpflege-Schüler in Bitburg lernen können. Vor einem Jahr hat der Schwesternverband in Bitburg eine Altenpflegeschule eröffnet, jetzt folgt der zweite Schritt: der Umzug in neue Räume.

Die sind in der Alten Kaserne in der Maria-Kundenreich-Straße. Jetzt haben die aktuell 46 Schüler, drei Lehrkräfte und eine Verwaltungsangestellte drei Klassenräume, eine Bibliothek und sanitäre Anlagen zur Verfügung. Bis zu 100 Schüler haben hier Platz auf 560 Quadratmetern, bisher waren es 240. Bei den Umbauarbeiten, die etwa sieben Monate gedauert haben, gab es keine größeren Überraschungen. Bauleiter Hermann-Josef Schneider erklärt: „Da es nicht das erste Projekt war, das wir hier umgesetzt haben, wussten wir, was auf uns zukommt.“ Bauherr war die Firma Dignum, der Schwesternverband hat die Räume für zehn Jahre gemietet.

Wichtig war dem Schwesternverband, in Bitburg wieder eine Altenpflegeschule zu eröffnen, weil man den Interessenten eine wohnortnahe Ausbildung bieten will. Jörg Teichert, Vorstandsmitglied des Saarländischen Schwesternverbandes, sagt: „Wir wurden erst belächelt, weil es ja in Wittlich und Trier schon Altenpflegeschulen gibt, aber wir halten es trotzdem für sinnvoll, denn die Versorgung auf dem Land soll sichergestellt werden mit Mitarbeitern aus der Region.“ Weiter erklärt er: „Es gibt einen Personalnotstand in der Pflege, auch deshalb bilden wir selbst aus.“

Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels lobte die Präsenz und die Kompetenz des Schwesternverbands in der Stadt in den verschiedenen Bereichen der Pflege. Er sagt: „Für geänderte Anforderungen und Ansprüche in der Pflege sind neue, qualifizierte Fachkräfte nötig, die hier ausgebildet werden können.“

Ab dem kommenden Jahr wird die Ausbildung generalisiert und die Berufsbezeichnung in „Pflegefachmann/-frau“ geändert. Dabei durchlaufen die Schüler künftig alle Pflegebereiche, von der Kinderkrankenpflege über die Altenpflege bis hin zur Krankenhauspflege. Zum Ende der Ausbildung können sich die Schüler spezialisieren und mit dem neuen Berufsabschluss Pflegefachmann/-frau abschließen. Das wird in Bitburg ebenfalls angeboten werden.

Pastor Hans-Ulrich Ehinger machte den Pflegeschülern Mut, damit sie ihre Ausbildung erfolgreich zu Ende führen und mit der „Kompetenz des Herzens“ agieren. „Sie stehen Menschen gegenüber, die eine Würde haben und diese auch im Alter behalten möchten“, erklärte er.

Schulleiterin Meral Ertekin-Maus freut sich bei den neuen Räumen besonders auf das Zimmer, in dem praktische Übungen möglich sein werden. „Das hatten wir bisher nicht und es ist sehr wichtig. Wir werden unter anderem eine Reanimationspuppe und ein Krankenbett haben oder auch Verbandswechsel üben.“

Die Pflegeschüler selbst, die die Feier kulinarisch und musikalisch mitgestaltet haben, finden die Bibliothek sehr gut, weil sie hier Fachliteratur nachschlagen, in Ruhe lernen und sich austauschen können. Im Anschluss an die Feierstunde nutzten die rund 120 Besucher die Möglichkeit, sich die Räume anzusehen.

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