Neue Vergütungsregeln für erneuerbare Energien ab 2012

Prüm · Ein Vortrag des Vereins EifelEnergien am heutigen Freitag, 7. Oktober, informiert über die neuen Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien. Zum Jahresbeginn 2012 tritt eine Neuordnung des Gesetzes in Kraft, die einige Änderungen mit sich bringt.

Prüm. "Direktvermarktung von grünem Strom": Das ist der Titel eines Vortrags von Christian Meyer von der Firma "energieconsulting" aus Freiburg, der heute um 20 Uhr im Jugend- und Kongresszentrum in Prüm stattfindet. Er spricht auf Einladung des Vereins "EifelEnergien".
Das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) schafft zum 1. Januar 2012 eine völlig neue Grundlage für die Direktvermarktung von grünem Strom. EifelEnergien will auf wichtige Entwicklungen hinweisen und über Neuregelungen informieren.
Heimische Stromproduktion


Der Anteil an Regenerativstrom in unserer Region hat mittlerweile eine so große Bedeutung, dass es an der Zeit ist, nicht weiterhin vorrangig Strom an die Oligarchen auf diesem Gebiet zu verkaufen. Für die Region ist es das Beste, wenn heimische Stromproduzenten vorrangig vor Ort vermarkten. Das ist nicht nur ein spannendes und wichtiges Thema für die stromproduzierenden Unternehmer und Verbraucher, sondern auch für die kommunalen Entscheidungsträger.
Konventioneller Strom wird seit Jahren immer teurer. Im Durchschnitt der letzten Jahre ungefähr sechs Prozent pro Jahr - damit liegt er über dem Doppelten der Inflationsrate.
Strom aus erneuerbaren Energien wird dagegen immer günstiger. Durch technische Weiterentwicklung und Massenproduktion ist Strom aus Windkraftanlagen schon heute marktfähig und unter den erneuerbaren Energien die wirtschaftlichste Energieform.
Preise für Solarstrom fallen


Bereits heute vermarkten einige Windmüller ihren Strom direkt und verzichten auf die staatlich garantierte Vergütung, um über den Direktverkauf einen höheren Preis zu erzielen. Durch die Vermarktung von großen Mengen an Windstrom sind einige Ökostromhändler inzwischen billiger als die großen Stromkonzerne.
Solarstrom ist aktuell noch etwas teurer, befindet sich aber in einem atemberaubenden Preisverfall. Wenn der Zubau in diesem Jahr weiter anhält, wird der Preis zum 1. Januar 2012 erneut um 15 Prozent fallen. Strom aus Freiflächensolaranlagen wird dann nur noch mit 18,7 Cent vergütet. Fachleute gehen davon aus, dass der Boden des Preisverfalls erst bei acht bis neun Cent pro Kilowattstunde erreicht ist. Dieser Punkt wird vermutlich in fünf bis maximal zehn Jahren eingetreten sein. red/ch