Neue Wanderreitstationen in Eifel und Hunsrück

Neue Wanderreitstationen in Eifel und Hunsrück

Die 19 Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eines Qualifizierungslehrgangs in Bitburg bereiteten sich darauf vor, zukünftig Gastgeber für Reittouristen zu sein.

Bitburg. In den Räumen des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Eifel fand kürzlich das letzte Modul eines Qualifizierungslehrgangs statt.
Die Organisation "Urlaub zu Pferd", ein Dachverband der vier großen Reitregionen in Rheinland-Pfalz, gibt es seit rund zehn Jahren. Mit "Eifel zu Pferd" hat es 1997 angefangen. Wegen des großen Erfolgs wurde das anfangs auf die Kreise Daun und Bitburg beschränkte Projekt auf die ganze Eifel übertragen und im Jahr 2000 um die nordrhein-westfälische Eifel erweitert. Kurz darauf entstanden nach dem Eifeler Vorbild ähnliche Projekte in Hunsrück, Westerwald und Pfalz.
Hier wird seit Jahren eine beispielhafte Infrastruktur für das Reisen zu Pferd geboten, die Rheinland-Pfalz und die angrenzenden Regionen in Nordrhein-Westfalen mit jährlich steigenden Gästezahlen zu Wanderreitländern macht. Zur Zeit sorgen 115 qualitätsgeprüfte Betriebe dafür, dass sich die zwei- und vierbeinigen Gäste wohl fühlen.
Ein Kriterienkatalog schreibt die Anforderungen an die Mitgliedsbetriebe fest, deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird. Neumitglieder müssen verpflichtend einen Qualifizierungslehrgang mitmachen, um sich auf die speziellen Anforderungen einstellen zu können, die der Gast zu Pferd stellt.
Der landesweite Lehrgang umfasste sieben volle Unterrichtstage, die über die Monate Januar bis März verteilt waren und abwechselnd im DLR Eifel in Bitburg, auf der Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle in Münchweiler/Alsenz (Donnersbergkreis) sowie bei ausgesuchten Gastgebern in Manderscheid (Landkreis Bernkastel-Wittlich) und Großkampenberg (Verbandsgemeinde Arzfeld) stattfanden.
Organisiert wurde der Lehrgang erstmalig ausschließlich vom Verein Eifel zu Pferd e.V. Die Inhalte waren vielfältig: Versicherungs- und Rechtsfragen, artenreiche Pferdeweide, Frühstücksbüfett und Lunchpaket, Unternehmensmanagement und Marketingkonzept, Fütterung, Haltung, Zaun, tierschutzrechtliche Anforderungen, Kostenkalkulation Pferdeunterbringung, Qualität rund um den Gast, Preisgestaltung, Erste Hilfe am Pferd, Wegerecht, Reitregelung, Katalogeintrag, Internet, GPS-Touren planen. Die breitgefächerten Themen zeigen, dass neue Betriebe gut vorbereitet werden, um den wachsenden Anforderungen der Gäste gerecht zu werden. Ziel sind qualifizierte Wanderreitstationen und zufriedene Urlauber.
Die Mehrzahl der 19 Teilnehmer kam aus der Eifel und Ostbelgien. Viele hatten schon Vorkenntnisse, sei es aus der Gastronomie oder der privaten oder beruflichen Pferdehaltung. Inzwischen hat die Gästesaison für den Reittourismus begonnen - das anhaltend schöne Wetter verlockte manchen, eine erste Tour in die landschaftlich schönsten Regionen zu machen. Dabei stellen neu dazugekommene Anlaufstationen gerade für die Stammgäste einen besonderen Reiz dar, weil hier neue Wege zu erkunden sind. red