Nachrichten im Bild Neue Wohnungen für Steinkäuze

(red) Matthias Heck (links) und Markus Thiex vom Nabu Südeifel haben für die seltenen Steinkäuze bei Halsdorf neue Schlafplätze eingerichtet. Auf einer Streuobstwiese der Familie Heck wurde eine Steinkauzröhre installiert.

 Michael Hahn / NABU Südeifel. Auf dem Foto 1 zu sehen: hinten Matthias Heck, vorne Markus Thiex Im Voraus vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Corinna Albert ___   Gute Steinkauz-Nachrichten aus Halsdorf/Südeifel Ein neues Heim für die seltenen Steinkäuze haben Ehrenamtliche des NABU am 2.1.2020 in Halsdorf/Südeifel eingerichtet. Auf der Streubostwiese von Familie Heck (Bauernhof Heck) wurde von Matthias Heck, Markus Thiex und Michael Hahn eine Steinkauzröhre installiert. Die Chancen, dass diese Nisthilfe in Zukunft einer kleinen Koboldfamilie ein Zuhause bietet, stehen gar nicht so schlecht. Denn erst kürzlich meldete die Halsdorferin Christine Clerf dem NABU auf einer benachbarten Obstwiese eine dort dauerhaft lebende Steinkauzfamilie. Während eines Ortstermins konnten die NABU-Leute dort auch prompt einen Steinkauz beobachten. Leider nimmt die Steinkauz-Population im Eifelkreis Bitburg-Prüm jedoch seit Jahren stetig ab, was Ehrenamtliche durch die Kontrolle von Steinkauznachweisen seit 2002 beobachten müssen. Im nördlichen Teil des Landkreises werden heute keine Steinkäuze mehr festgestellt, im südlichen Teil gibt es noch wenige Paare im Bitburger Gutland und in der Kyllburger Waldeifel. Der schleichende Prozess des Verschwindens hat seine Ursache in der geänderten landwirtschaftlichen Nutzung. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft geht eine Verringerung des Nahrungsangebots einher. Der wichtigste Faktor in der Südeifel ist der deutliche Rückgang der mit Vieh beweideten Flächen. Auf kurz beweideten, ausreichend großen Flächen findet der Steinkauz günstige Jagd- und gute Nahrungsbedingungen. Größere beweidete Bereiche gibt er heute hauptsächlich im Umfeld von Boxenlaufställen mit entsprechend großem Viehbestand. Wenn im Umfeld noch Streuobswiesen mit Bruthöhlen in Obstbäumen vorhanden sind, sind die Voraussetzungen für Athene noctua günstig. Viele der Rufnachweise sind oder waren in der unmittelbaren Umgebung von diesen Ställen oder auch von landwirtschaftlichen Anwesen die in der Zwischenzeit nicht mehr für Vielhaltung genutzt werden. Streuobstwiesen die nicht beweidet werden bieten dem Steinkauz nur ein zeitlich eingeschränktes günstiges Nahrungsangebot. Wenn keine Beweidung stattfindet, werden Streuobswiesen oft, so wie das restliche Grünland zur Herstellung von Grünsilage genutzt. Innerhalb von kürzester Zeit werden meist großflächig alle Wiesen kurz gemäht. Vor der Mahd findet der Bodenjäger auf den hochgewachsenen Wiesen nicht ausreichend Nahrung, nach der Mahd ist es kaum besser. Auch die Streuobstwiesen die nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden (Beweidung, Mahd) bieten dem Steinkauz keine günstigen Nahrungsvoraussetzungen. Von der einst abwechslungsreichen, kleinbäuerlichen Landschaft in der Eifel, die dem Steinkauz günstige Lebensbedingungen geboten hat, ist nicht mehr viel übriggeblieben.

Michael Hahn / NABU Südeifel. Auf dem Foto 1 zu sehen: hinten Matthias Heck, vorne Markus Thiex Im Voraus vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Corinna Albert ___ Gute Steinkauz-Nachrichten aus Halsdorf/Südeifel Ein neues Heim für die seltenen Steinkäuze haben Ehrenamtliche des NABU am 2.1.2020 in Halsdorf/Südeifel eingerichtet. Auf der Streubostwiese von Familie Heck (Bauernhof Heck) wurde von Matthias Heck, Markus Thiex und Michael Hahn eine Steinkauzröhre installiert. Die Chancen, dass diese Nisthilfe in Zukunft einer kleinen Koboldfamilie ein Zuhause bietet, stehen gar nicht so schlecht. Denn erst kürzlich meldete die Halsdorferin Christine Clerf dem NABU auf einer benachbarten Obstwiese eine dort dauerhaft lebende Steinkauzfamilie. Während eines Ortstermins konnten die NABU-Leute dort auch prompt einen Steinkauz beobachten. Leider nimmt die Steinkauz-Population im Eifelkreis Bitburg-Prüm jedoch seit Jahren stetig ab, was Ehrenamtliche durch die Kontrolle von Steinkauznachweisen seit 2002 beobachten müssen. Im nördlichen Teil des Landkreises werden heute keine Steinkäuze mehr festgestellt, im südlichen Teil gibt es noch wenige Paare im Bitburger Gutland und in der Kyllburger Waldeifel. Der schleichende Prozess des Verschwindens hat seine Ursache in der geänderten landwirtschaftlichen Nutzung. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft geht eine Verringerung des Nahrungsangebots einher. Der wichtigste Faktor in der Südeifel ist der deutliche Rückgang der mit Vieh beweideten Flächen. Auf kurz beweideten, ausreichend großen Flächen findet der Steinkauz günstige Jagd- und gute Nahrungsbedingungen. Größere beweidete Bereiche gibt er heute hauptsächlich im Umfeld von Boxenlaufställen mit entsprechend großem Viehbestand. Wenn im Umfeld noch Streuobswiesen mit Bruthöhlen in Obstbäumen vorhanden sind, sind die Voraussetzungen für Athene noctua günstig. Viele der Rufnachweise sind oder waren in der unmittelbaren Umgebung von diesen Ställen oder auch von landwirtschaftlichen Anwesen die in der Zwischenzeit nicht mehr für Vielhaltung genutzt werden. Streuobstwiesen die nicht beweidet werden bieten dem Steinkauz nur ein zeitlich eingeschränktes günstiges Nahrungsangebot. Wenn keine Beweidung stattfindet, werden Streuobswiesen oft, so wie das restliche Grünland zur Herstellung von Grünsilage genutzt. Innerhalb von kürzester Zeit werden meist großflächig alle Wiesen kurz gemäht. Vor der Mahd findet der Bodenjäger auf den hochgewachsenen Wiesen nicht ausreichend Nahrung, nach der Mahd ist es kaum besser. Auch die Streuobstwiesen die nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden (Beweidung, Mahd) bieten dem Steinkauz keine günstigen Nahrungsvoraussetzungen. Von der einst abwechslungsreichen, kleinbäuerlichen Landschaft in der Eifel, die dem Steinkauz günstige Lebensbedingungen geboten hat, ist nicht mehr viel übriggeblieben.

Foto: Nabu Südeifel/ Michael Hahn

Auf einer benachbarten Obstwiese soll bereits eine Steinkauzfamilie leben. Nabu Südeifel/ Michael Hahn