1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Neuer Bus der Fußballweltmeister auf Dahlemer Binz

Neuer Bus der Fußballweltmeister auf Dahlemer Binz

Für gewöhnlich starten auf dem Flugplatz Dahlemer Binz im Oberen Kylltal Segel- und Motorflugzeuge in die Luft. Nur manchmal wird der Flugbetrieb unterbrochen, weil auf dem Gelände zum Beispiel ein Motorradrennen ausgetragen wird. Oder, wie diesmal, wenn der Mannschaftsbus der deutschen Nationalelf dort vorbeikommt.

Der neue Bus der Fußballnationalmannschaft (Foto rechts) ist am Wochenende auf der Dahlemer Binz fotografiert worden. Gemeindekämmerer Helmut Etten (links) nutzt die Gelegenheit, den Platz von Nationaltrainer Joachim Löw zu testen. Er scheint ihn gemütlich zu finden. Fotos (2): Tillmann Foto: (e_pruem )

Dahlem. Vor einigen Tagen konnten Besucher des Flugplatzes auf der Dahlemer Binz (Kreis Euskirchen) in den frühen Morgenstunden beobachten, wie ein großes Gefährt seine Runden auf der Start- und Landebahn drehte: Unter höchster Geheimhaltung fand dort eine Fotosession mit dem neuen Bus der Fußballnationalmannschaft statt. Der Bus sei in der Nacht davor auf der Binz eingetroffen, sagte Helmut Etten, der Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft. Zu diesem Zeitpunkt war das noble Gefährt noch mit etlichen weißen Folien beklebt. Darunter verbarg sich das neue Logo für die Weltmeister-Elf. Es lautet schlicht "Die Mannschaft".
Der Fußballer-Bus und das Logo wurden anschließend in Köln der Öffentlichkeit präsentiert. Doch bevor es so weit war, wurden auf der Dahlemer Binz Werbefotos geschossen. Der bekannte Automobil-Fotograf Walter Tillmann, der in Erftstadt wohnt, wollte dazu das frühe Morgenlicht nutzen. Bereits ab sechs Uhr drehte der Bus Runde um Runde auf der Start- und Landebahn. Um neun Uhr wurde dann der Flugbetrieb aufgenommen. Von dem neuen Bus der Nationalmannschaft wurden ab diesem Zeitpunkt nur noch Standaufnahmen gemacht. So entstanden auch etliche Bilder, bei denen im Hintergrund der Tower der Dahlemer Binz das mächtige Fahrzeug überragt. Auch für Helmut Etten hatte der Tag noch einen Höhepunkt parat: Er durfte sich so fühlen, als ob er der Trainer der Weltmeister-Elf sei, und nicht Joachim Löw. Denn Etten testete den Sitz des Trainers im Mannschaftsbus. Dabei trug er allerdings keinen Trainingsanzug von Fußballern, sondern schickes Radfahrer-Outfit. Etten, zugleich auch Kämmerer der Gemeinde Dahlem, war auch am folgenden Tag noch beeindruckt. "Der Sitz ist echt bequem", schwärmte er. Auch sonst zeigte er sich angetan von der Tätigkeit des Nationaltrainers. "Das Gehalt ist bestimmt etwas höher als mein jetziges." Die Heimfahrt trat er allerdings anschließend wieder mit seinem eigenen Fahrrad an - und nicht mit dem Vier-Sterne-Bus.