Neuer Chef ist ein alter Bekannter

Neuer Chef ist ein alter Bekannter

Das St.-Willibrord-Gymnasium in Bitburg hat seit Februar einen neuen Schulleiter: Der 48-jährige Stefan Bartz aus Meckel hat selbst vor 29 Jahren Abitur in Bitburg gemacht. Viele seiner neuen Kollegen haben ihn damals unterrichtet.

Bitburg. Unbekannt ist ihm die neue Schule nicht: Stefan Bartz kennt schon einige Lehrer des St.-Willibrord-Gymnasiums in Bitburg. Vor 29 Jahren wurde er noch selbst in der Schule von ihnen auf das Leben vorbereitet. Bartz hat nun die Seiten gewechselt: Seit Februar ist er Schulleiter des Gymnasiums, an dem er 1984 sein Abitur ablegte.
Traumberuf Lehrer


Mit 17 Jahren fasste Bartz den Entschluss, Lehrer zu werden. Aber nicht irgendein Lehrer: "Ich wollte ein außergewöhnlich guter Lehrer sein." Und das wäre ihm nach eigenen Angaben fast misslungen. Nach seinem Studium in Mainz begann er seine zweijährige Referendariatszeit. Seine Schüler wollte er anti-autoritär unterrichten. Mit Vertrauen sollten sie gute Noten schreiben, nicht unter Angst. Doch schon bald merkte er, dass Kompetenzen ohne feste Regeln nicht aufgebaut werden können. Er wechselte zum Privaten St.-Josef- Gymnasium in Biesdorf und lernte dort, wie er sagt, beides umzusetzen: hohe Zufriedenheit bei Schülern und gleichzeitig eine umfassende Ausbildung.
Spaß am Wissenserwerb


Das bedeutet für Bartz, seinen Schülern Spaß am Wissen zu vermitteln. Sie sollen merken, dass sie in den Fächern besser werden. "So entwickelt sich auch der Spaß", sagt Bartz. "Außerdem muss ich die Dinge selbst interessant finden, bevor ich sie den Schülern nahebringe."
Ein Problem, mit dem viele Lehrer zu kämpfen haben, sind Anfeindungen von Schülern. Bartz hat seine Methode gefunden, dass die Schüler ihn auch nachmittags am Schreibtisch nicht verfluchen. "Nur rund 15 Minuten sollten die Schüler für meine Hausaufgaben brauchen", so Bartz.
Umso effizienter muss er vormittags in seinen Fächern Mathematik, Chemie und Informatik unterrichten. Woran er auch in Bitburg arbeiten möchte ist, dass die Schüler langfristig ihr Gelerntes behalten.
Vier Jahre in Daun


Bevor er im Februar seine Stelle in Bitburg antrat, arbeitete er vier Jahre als erster Stellvertreter des Rektors am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Daun.
Dass er nun zurück an seiner alten Schule ist und mit seinen ehemaligen Lehrern zusammenarbeitet, freut den 48-jährigen Vater von zwei Töchtern aus Meckel besonders. Eine Vorstellung von der Zusammenarbeit mit seinen neuen Kollegen hat er bereits: "In jedem Lehrer brennt ein Feuer für den Beruf. Ich möchte es füttern."