Neuer Falkner für Flugshows: Zur Saison 2016 allerhand Neuheiten im Eifelpark Gondorf

Neuer Falkner für Flugshows: Zur Saison 2016 allerhand Neuheiten im Eifelpark Gondorf

Neue Volieren für die Greifvögel, ein anderer Falkner, der spektakulärere Flugshows bieten soll. Auch neue Fahrgeschäfte sollen die Besucher des Eifelparks Gondorf in der Saison 2016 erwarten. Allerdings erhöhen die Parkbetreiber die Eintrittspreise.

Die neuen Parkbetreiber Nadine Löwenthal und Alexander Goetzke blicken auf eine erfolgreiche zweite Saison im Eifelpark Gondorf (Verbandsgemeinde Bitburger Land) zurück. 2015 konnten sie die Besucherzahl im Vergleich zu ihrer ersten Saison 2014 um 18 Prozent auf über 200.000 Menschen steigern. "Das freut uns", sagt Löwenthal, "doch angesichts der sechs Millionen Euro, die wir hier mittlerweile investiert haben, könnten es ruhig noch ein paar mehr sein." Dennoch sei sie mir der erneuten Steigerung zufrieden, sagt Löwenthal. "Ich denke, die Leute sehen, dass bei uns wieder was los ist und das spricht sich rum."
Und mit sechs Millionen Euro ist auch noch nicht das Ende aller Investitionen erreicht. Denn für die bevorstehende Saison 2016, die am 19. März startet, haben die Parkbetreiber breits Neuigkeiten. Wie viel die Neuerungen kosten sollen, wollte Löwenthal jedoch noch nicht verraten.

Volieren: Die größten Neuerungen stehen in der Falknerei des Freizeitparks an. "Die wird komplett umgebaut. Es wird neue Volieren geben und für die Vögel Sitzmöglichkeiten vor den Käfigen, damit das Publikum sie besser betrachten kann", erklärt Pressesprecher Jürgen Blätz. Inwieweit sich die neuen von den aktuellen Vogelhäusern unterscheiden sollen, kann die Parkleitung derzeit noch nicht erläutern. Löwenthal: "Die alten Volieren haben mir noch nie gefallen und sind in einem schlechten Zustand. Wir werden beim Umbau das Bestmögliche für die Tiere rausholen."

Vögel: Wenn die erste Flugshow der neuen Saison startet, dann sollen im Eifelpark 25 statt bislang zwölf Vögel leben.

Falkner: 2016 lässt in Gondorf ein neuer Falkner die Vögel abheben: Dann löst Andreas Bauer den derzeitigen Falkner Jens Flehr ab. "Bauer ist talentiert und gut ausgebildet", sagt Blätz. Bauer wechsele vom Wildpark Potzberg (Landkreis Kusel), der für seine ausgezeichnete Greifvogel-Arbeit bekannt sei, nach Gondorf. Der neue Falkner werde sich künftig rund um die Uhr um die Tiere kümmern.

Flugshow: "Vom neuen Falkner versprechen wir uns spektakulärere Flugshows", sagt Blätz. Bauer werde gleichzeitig mehrere Vögel in der Luft fliegen lassen. Zudem werde sich der Flugradius der Tiere, die bislang nur von rechts nach links und zurück über die Wiese segelten, enorm vergrößern. Löwenthal: "Zukünftig werden sie über die Baumwipfel des Parks fliegen." Das spezielle Trainingskonzept des neuen Falkners, das auf einer Vertrauensbasis zwischen Vogel und Mensch basiere, mache die spektakulärere Flugshow möglich, erklärt Blätz. Damit werde die Flugshow künftig 45 statt 20 Minuten dauern. Zudem soll es in der neuen Saison täglich zwei statt einer Veranstaltung geben.Spielplatz: Die kleinen Gäste erwartet in der neuen Saison ein neuer Baustellen-Spielplatz. Blätz: "Dort darf mit Minibaggern in Kunststoffsteinen gebaggert werden." Rund um den Spielplatz sollen auf einer 200 Meter langen Bahnstrecke Mini-Trucks, Traktoren und Autos fahren.

Infrastruktur: Auch sämtliche Toilettenanlagen sowie einige Gehwege auf dem Parkgelände werden für die Saison 2016 saniert.

Mitmach-Circus: In der Zeit vom 6. Juni bis 3. Juli können Kinder ab sechs Jahren im "Mitmach Circus - Lollipop" die Zirkuswelt erkunden. Löwenthal: "Wir freuen uns sehr, dass wir die Artistenfamilie Brumbach mit ihrem erfahrenen Team für die Zusammenarbeit gewinnen konnten." In einzelnen Gruppen lernen täglich bis zu 90 Kinder in einem echten Zirkuszelt Akrobatik verschiedenster Couleur. Jeden Tag soll es für Eltern, Geschwister, Oma und Opa eine Galavorstellung geben, auf der die Kinder zeigen können, was sie am Tag gelernt haben. Eine Voranmeldung ist erforderlich. Die Teilnahme kostet 18,50 Euro pro Kind.

Winterprogramm: Im Eifelpark kehrt zunächst aber erstmal Ruhe ein. Die Fahrgeschäfte wie die Familienachterbahn und die Sommerrodelbahn wurden für den Winter teilweise abgebaut, eingelagert oder winterfest eingepackt. Der Park ist dennoch zu reduzierten Eintrittspreisen durchgängig von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Spaziergänge durch den Wildpark, wo einem Steinböcke, Damwild, Sikawild und Mufflons begegnen, sind möglich. Im "Tal der starken Hirsche" kann das Rotwild gefüttert werden. Luchse und Wölfe können in ihren Gehegen beobachtet werden. Täglich um 14 Uhr startet die Fütterungstour am Wolfsgehege. Auch die Tierhäuser mit Erdmännchen, verschiedenen Papageien sowie Kaninchen und Landschildkröten stehen den Besuchern ebenso wie die Abenteuerspielplätze offen.

Eintrittspreise: Bislang zahlte ein Erwachsener für eine Tageskarte 15,50 Euro. In der neuen Saison wird man dafür 18,50 Euro zahlen müssen. Besucher mit einer Körpergröße zwischen 100 und 150 Zentimetern zahlen künftig 15,50 statt 12,50 Euro. Besucher unter 100 Zentimetern Körpergröße bleiben kostenfrei.
Die Parkbetreiber begründen die Preiserhöhung mit den bereits getätigten sowie den anstehenden Investitionen. Blätz: "Das Angebot ist ja auch besser geworden."