Neuer Gehweg neben neuer Fahrbahn

Neuer Gehweg neben neuer Fahrbahn

Der Landkreis Vulkaneifel will 2009 die Kreisstraßen 80 und 83 in der Ortsdurchfahrt Scheid ausbauen. Der Ortsgemeinderat stimmte dem Planentwurf zu, der auch einen Gehweg vorsieht.

Scheid. Fachgebietsleiter Herbert Benz vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein stellte die geänderte Entwurfsplanung für den Ausbau der Kreisstraßen in Scheid dem Gemeinderat und acht Bürgern vor. Aus Richtung Frauenkron beginnt der Ausbau der K 80, die später in die K 83 mündet. Ein Grunderwerb erübrigt sich: Es ist genügend Fläche vorhanden, um einen 1,25 Meter breiten Gehweg auf der linken Seite anzulegen, der im weiteren Verlauf nach rechts wechselt. Die Ausbaustrecke beträgt 1100 Meter, die Straßenbreite 5,50 Meter. Das Buswartehäuschen wird auf die gemeindeeigene Parzelle in der Ringstraße verlegt. Bei dem Vollausbau der Straße ziehen die Verbandsgemeindewerke Obere Kyll mit, indem sie Kanal und Hausanschlüsse erneuern. Die Baukosten für die Gehwege bezifferte Herbert Benz auf 100 000 Euro, die sich Ortsgemeinde und Grundstücksbesitzer teilen.Ortsbürgermeister Wilhelm Heinzius regte eine Verkehrsberuhigung an. Planer Benz erwiderte: "Die Voraussetzungen für eine solche Maßnahme zur Geschwindigkeitsreduzierung liegen nicht vor, zumal die Ortsdurchfahrt nur von 300 Fahrzeugen täglich benutzt wird."Nach eingehender Diskussion beschloss der Rat einstimmig das Bauprogramm. Demnächst wird der Ausbauentwurf in einer Bürgerversammlung vorgestellt.Weiteres Thema im Rat war der Gemeindewald. Die Erlöse aus Holzverkäufen sind für Scheid eine bedeutende Einnahmequelle. Den Ratsvertretern ist daher an einer jährlich hohen Einschlagsquote gelegen. Sie beauftragten den privaten Forstsachverständigen Klaus Remmy, für das 1627 Hektar große Waldrevier eine Betriebsplanung für die Jahre 2008 bis 2018 zu erstellen.Die Brennholzproblematik sollte besonders beleuchtet werden. In der Vergangenheit wurde der Zuwachs beim Laubholz unterschätzt. Der Forsteinrichter versprach eine klare Festmeterzahl zum Brennholzeinschlag abzugeben, zumal der alte Hiebsatz immer zu niedrig war. Auch die Ermittlung der Schälschäden durch Wildinteressiert die Ratsvertreter. Der Forstingenieur kontrolliert außerdem das Wegenetz als Rückgrat für eine optimale Waldbewirtschaftung.

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