Neuer Käufer für die Mieter

Neuer Käufer für die Mieter

BITBURG. (uhe) Seit vergangenem Jahr versucht die Stadt Bitburg, ihre sieben Mehrfamilienhäuser zu verkaufen. Vier der Gebäude sollen in den kommenden Monaten den Besitzer wechseln.

"Es ist nach wie vor politisch erklärter Wille, dass sich die Stadt von den sieben Gebäuden mit ihren 28 Wohneinheiten trennt", umschreibt Helmut Thielgen von der Bitburger Stadtverwaltung den Wunsch des Rats, aus den nicht mehr ganz zweckmäßigen Mietshäusern Kapital zu schlagen (der TV berichtete). Rund 1,4 Millionen Euro sollen die Häuser, von denen fünf in der Ludwig-Jahn-Straße, eines in der Eifelstraße und ein weiteres Haus in der Franz-Mecker-Straße stehen, laut Gutachten wert sein. Vier der Gebäude sind nach Angabe von Thielgen so gut wie verkauft. Wie viel Geld die Stadt dafür letztlich bekommt, dazu möchte er allerdings keine Auskunft geben - "so lange nichts unterschrieben ist". Für die übrigen drei Immobilien gebe es derzeit noch keine Interessenten. "Es hatte sich zwar einer gemeldet, der alle sieben kaufen wollte", sagt Thielgen, doch habe man sich beim Preis nicht einigen können. Für die Menschen, die in den Häusern wohnen, soll sich vorerst nichts ändern. "Die Käufer übernehmen die bestehenden Mietverträge", sagt Thielgen. Die Häuser wurden zwischen 1935 und 1937 wurden gebaut und Anfang der 50er Jahre vom Bauverein erworben. Damals herrschte in der Stadt akuter Wohnungsmangel. Mit dem Abzug der Amerikaner hat sich die Situation allerdings entspannt. Vor zehn Jahren wurden die Gebäude für rund 800 000 Euro renoviert. Knapp 1,2 Millionen Euro Verkaufserlös sind im derzeitigen Haushalt vorgesehen, doch wird der Preis der bisher (fast) verkauften Häuser, die nach Gutachten zwischen 160 000 und 250 000 Euro wert sind, deutlich darunter liegen. Für das kommende Haushaltsjahr plant die Stadtverwaltung deshalb mit den Einnahmen aus der Veräußerung der drei übrigen Häuser. Sind diese weg, dann hat die Stadt zwar keine Wohnhäuser mehr - ganz aus dem Immobilengeschäft verschwunden ist sie jedoch nicht: Von den 210 Wohnungen, die der Kreissiedlungsgesellschaft gehören, seien 167 in Bitburg, sagt Helmut Thielgen. Und die Stadt halte mit der Trierer gbt Wohnungsbau und Treuhand AG den größten Anteil an der Gesellschaft.

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