Neuer Name für Kampfjet-Einheit

Neuer Name für Kampfjet-Einheit

Die Kampfjets, die nach dem Abzug von 21 F-16 noch in Spangdahlem bleiben, sind am Freitag zu einer neuen Einheit zusammengefasst worden: der 480. Flugstaffel.

Spangdahlem. Zwar sind noch keine neuen Flugzeuge nach Spangdahlem gekommen. Dennoch ist der US-Luftwaffenstützpunkt seit Freitag militärische Heimat einer neuen Flugzeug-Einheit: der 480. Flugstaffel.

Die Erklärung dafür ist recht simpel: Das Kind hat einfach einen neuen Namen bekommen. Ende April hatten 21 der ursprünglich 50 in Spangdahlem stationierten F-16-Kampfjets die Eifel Richtung USA verlassen, wo sie nun von einer Airbase in Minnesota aus starten. Grund für die Umstrukturierung waren Sparpläne des amerikanischen Verteidigungsministeriums (der TV berichtete).

Die in Spangdahlem verbleibenden 29 F-16 gehörten ursprünglich zwei verschiedenen Staffeln an: der 22. und der 23. Dies ist jedoch seit gestern Vergangenheit.

Sie wurden im Rahmen einer militärischen Zeremonie zu einer neuen Einheit zusammengefasst, die den Namen 480. Kampfstaffel trägt. Ein Name, der keineswegs neu ist, auch wenn er schon seit 1994 nicht mehr benutzt wurde. Man wolle die "stolze Tradition" dieser Staffel, die zuletzt in Spangdahlem eingesetzt war, fortführen, lässt die Airbase verlauten.

Erstmals zum Einsatz kam die 480. Flugstaffel 1957 als Jagdbombergruppe. Im Laufe der Jahre wurde sie mit verschiedenen Flugzeugen in unterschiedlichen Ländern eingesetzt - darunter auch im Vietnam. Laut Pressemitteilung der Airbase schoss die Staffel dort neun russische Jagdflugzeuge ab, darunter auch die erste MiG-21, die überhaupt im Krieg abgeschossen wurde. 1976 kam die Staffel nach Spangdahlem, wo sie 1994 außer Dienst gesetzt wurde. Nun ist sie also wieder da - und wartet auf Gesellschaft.

Denn dem rheinland-pfälzischen Innenminister Karl Peter Bruch zufolge überlegt das Pentagon derzeit, welche Flugzeuge statt der abgezogenen F-16 in die Eifel kommen sollen (der TV berichtete). Im Gespräch sind laut Bruch F-35-Tarnkappen-Kampfjets oder sogenannte Drohnen (unbemannte Flugzeuge). Der Schwerpunkt des Stützpunktes werde jedoch weiterhin auf den Jagdgeschwadern und großen Transportmaschinen liegen, die in der Eifel Zwischenstopp einlegen.

Auch die kanadische Luftwaffe hat inzwischen drei Transportflieger auf der Airbase stationiert. Bruch geht davon aus, dass der Transport-Bereich noch wachsen wird. "Spangdahlem ist ein endgültiger Standort", sagte der Minister. Dafür spricht auch, dass bis 2015 mehr als 230 Millionen Euro in den Ausbau investiert werden.

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