Neuer Solarpark im Gewerbegebiet

Für rund sieben Millionen Euro soll im kommenden Jahr im interkommunalen Gewerbegebiet Feuerscheid/Plütscheid eine Photovoltaik-Anlage entstehen. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon auch positive Impulse für das Gewerbegebiet

Feuerscheid/Plütscheid. (ch) Man muss schon genauer hinschauen, wenn man das interkommunale Gewerbegebiet Feuerscheid/Plütscheid auf Anhieb von den anderen landwirtschaftlichen Flächen drumherum unterscheiden will. Der Grund dafür ist einfach: Das vor zehn Jahren gestartete Gemeinschaftsprojekt der Verbandsgemeinden Prüm und Arzfeld ist gerade erst so weit, dass die Erschließung des ersten Bauabschnitts beginnen kann.

Sonnenenergie soll 2,6 Megawatt Strom liefern



Doch das wird sich bald ändern und die Fläche aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen.

Denn auf einem Teil der für das Gewerbegebiet vorgesehenen Fläche an der Straße zwischen Feuerscheid und Plütscheid soll im kommenden Jahr auf 8,2 Hektar eine Photovoltaik-Anlage entstehen.

Aus der Kraft der Sonne sollen so 2,6 Megawatt Strom gewonnen werden. Damit könnte die Anlage laut Projektentwickler den Jahresbedarf von 750 Haushalten decken und 1700 Tonnen Kohlendioxid (CO{-2}) eingespart werden.

Projekt kostet rund sieben Millionen Euro



Die Investitionssumme wird mit rund sieben Millionen Euro angegeben. Projektentwickler ist die Firma juwi aus dem rheinland-pfälzischen Wörrstadt.

"Wir standen vor der Wahl, das gesamte Gewerbegebiet auf einmal zu erschließen, oder aber in Abschnitten vorzugehen", sagt Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm. Angesichts der zahlreichen Gewerbegebiete längs der Autobahn habe man sich dafür entschieden, erst einmal einen Teil zu entwickeln und auf den anderen für einen Solarpark zu verpachten.

Auf 25 Jahre ist der derzeitige Vertrag angelegt. "Das ist auf jeden Fall eine gute Sache für den Zweckverband und kann sich auch positiv auf die weitere Vermarktung auswirken", sagt Söhngen. Patrick Schnieder, ehemaliger Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, sieht es ähnlich: "Der Solarpark ist eine hervorragende Sache. Damit setzen wir unsere Philosophie, auf regenerative Energie zu setzen, fort." Außerdem sei dies ein guter Einstieg in die weitere Erschließung des Gewerbegebiets.

Kein Widerstand in der Bevölkerung



Auch die beiden betroffenen Ortsgemeinden Feuerscheid und Plütscheid begrüßen das Projekt. "Wir freuen uns, dass wir einen gewaltigen Schritt nach vorne kommen", sagt Feuerscheids Ortsbürgermeister Ernst Görgen.

Josef Kapell, Ortsbürgermeister von Plütscheid hofft darauf, dass der Solarpark dabei hilft, auch die anderen Flächen zu vermarkten. Weil das Gelände nicht von den Orten aus einsehbar ist, gebe es auch keinen Widerstand in der Bevölkerung. Auch die Fläche ist bereits im Bebauungsplan als Gewerbefläche erfasst, so dass sie nicht für die Landwirtschaft verloren geht. EXTRA Der Projektentwickler juwi: Das Unternehmen wurde 1996 gegründet und machte sich anfangs vor allem bei der Entwicklung von Windparks einen Namen. Mittlerweile hat die Firma rund 350 Windenergie-Anlagen und mehr als 1000 Photovoltaik-Anlagen realisiert. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wörrstadt in der Pfalz hat rund 700 Mitarbeiter und ist weltweit tätig.