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Neuerburgerin Schülerin hat bei Bitburger Kunstkreis ausgestellt

Junge Kunst : Wenn Kunst schon in der Kindheit eine Rolle spielt

Ehre für eine Oberstufenschülerin des Staatlichen Eifel-Gymnasiums Neuerburg: Anastasiia Akulina war mit vier Bildern in der Jahresausstellung des Kunstkreises Beda in Bitburg vertreten.

Ihr ganzes bisheriges Leben lang spiele die Kunst schon eine Rolle, sagt Anastasiia Akulina. Von klein auf sei das Malen ihre liebste Beschäftigung und Leidenschaft gewesen.

   Im Alter von fünf Jahren wurde ihre Begabung so offensichtlich, dass ihre Eltern sie auf einer Kunstschule anmeldeten. Das bedeutete für Anastasiias Kindheit und Jugend, dass sie nach dem üblichen Schulunterricht noch einmal für mehrere Stunden die Schulbank drückte und dann Malen, Zeichnen, Arbeiten mit Ton und Kunstgeschichte auf dem Stundenplan standen. Und zwar in immer höheren Klassen an der Kunstakademie ihrer damaligen Heimatstadt St. Petersburg.

„Der Unterricht war streng, und ich wurde oft kritisiert“, erzählt die heute 23-Jährige. „Aber letztlich bin ich dankbar, denn ich habe sehr viel gelernt.“ Zudem hatte sie als Absolventin des Oberkurses der Kunstakademie die Gelegenheit, in einem eigenen, den Jungmalern vorbehaltenen Raum der St. Petersburger Eremitage als einem der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, ihre Bilder öffentlich zu zeigen.

   2017 siedelte die Familie nach Deutschland um. Seither besucht Anastasiia das SEG Neuerburg und lebt in dem Hand in Hand mit der Schule arbeitenden Internat. Nach dem Intensiv-Deutschkurs im ersten Jahr absolvierte sie die zehnte, elfte und zwölfte Klasse. In ihrer Freizeit widmet sie sich weiterhin der Malerei. Im nächsten Jahr steht das Abitur an. „Mein größter Wunsch ist es, danach Kunst zu studieren“, sagt sie.

   Darum sieht sie es auch als einen besonders glücklichen Umstand an, dass sie sich auf Initiative ihrer Deutschlehrerin Sonja Lessel-Scheuer beim etablierten Kunstkreis Beda vorstellen und sich mit vier Werken an der Jahresausstellung 2021 beteiligen konnte.

Zu sehen waren Bilder mit einer Bucht in Liepaja/Lettland, einer Szene an der Küste Griechenlands und Stillleben mit reifen Trauben sowie einer Vase und zwei Äpfeln.

„Meine bevorzugte Technik ist das Aquarell, eines meiner liebsten Motive sind Weinreben“, erklärt Anastasiia Akulina.

Das Griechenland-Bild habe sie in Erinnerung an einen glücklichen Familienurlaub und zu Ehren ihres inzwischen verstorbenen Vaters gemalt.

Seit sie in der Südeifel lebe, finde sie ihre Motive auch immer wieder bei Spaziergängen im Wald rund um Neuerburg.