Neuerburgs Wahrzeichen soll schöner werden

Neuerburgs Wahrzeichen soll schöner werden

Jeder, der anpacken will, ist willkommen: Zum bereits 17. Mal finden auf der Burg Neuerburg vom 12. bis 21. August die ,,Ora-et-labora-Tage" statt. Dort haben junge Menschen die Möglichkeit, durch Arbeiten an der Burg ihr handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen.

Neuerburg. Wenn sich Elisabeth Dichter-Hallwachs, Herbergsmutter der Jugendherberge auf der Burg Neuerburg, an die Anfänge der ,,Ora-et-labora-Tage" auf der Burg erinnert, muss sie lachen. ,,Es waren ein paar Studenten auf der Burg zu Besuch. Sie fachsimpelten darüber, wie sie wieder auf Vordermann gebracht werden könnte. Da sagte ich einfach. ,Na, dann hört doch auf zu reden und macht mal!‘ Es war eigentlich nur ein Scherz." Seither versammeln sich jedes Jahr Studenten, Jugendliche und junge Familien auf der Neuerburger Burg und tragen Sorge dafür, dass sie auch weiterhin ein malerisches und gut besuchtes Reiseziel bleibt. Vom 12. bis 21. August finden auch dieses Jahr wieder die ,,Ora-et-labora-Tage" statt, zu denen der Bund Neudeutschland (siehe Extra) unter dem Motto ,,Wir bauen an unserer Burg" all diejenigen einlädt, die Lust verspüren, gemeinsam und ehrenamtlich Besserungsarbeiten an der Burg Neuerburg durchzuführen.
Zu tun gibt es einiges. Der Grillplatz soll eine neue Überdachung bekommen, an Geländern sollen Absturzsicherungen angebracht und ein neuer Bodenbelag für die Sonnenterrasse verlegt werden. ,,Jeder, der anpacken will, ist willkommen", betont Elisabeth Dichter-Hallwachs.
Dabei sei es vollkommen egal, ob man ein handwerklicher Laie sei oder nicht. ,,Wir haben auch jedes Jahr viele Akademiker bei uns, denen es sehr viel Freude bereitet, sich auch einmal mit körperlicher Arbeit zu beschäftigen." In den vergangenen Jahren sei vieles geleistet worden: Im Gewölbekeller wurde ein Holzfußboden eingebaut, für den Grillplatz wurden Sitzplätze gezimmert. Beaufsichtigt werden die Arbeiten von Fachleuten, darunter Statiker und Ingenieure.
Neben der Arbeit kommt auch das Miteinander nicht zu kurz. Jeder Tag beginnt mit einer Morgenandacht. Abends versammelt man sich in der Kapelle. Zum Abschluss des Burgprojekts wird außerdem gemeinsam mit der Neuerburger Pfarrgemeinde eine Messe gehalten.
Für Abwechslung sorgen darüber hinaus Abende am Lagerfeuer oder Wanderungen durch die Eifel. Etwa 30 bis 40 Besucher erwartet Elisabeth Dichter-Hallwachs im Laufe des zehntägigen Projekts, das natürlich auch tageweise besucht werden kann. ,,Viele kommen seit Jahren hierher und bringen mittlerweile sogar ihre Familien mit", sagt sie. Bei Bedarf gibt es eigens für junge Familien mit Kleinkindern eine Kinderbetreuung.
Von den Kochkünsten der Herbergsmutter kann sich jeder Interessent persönlich überzeugen, wenn er mindestens sechzehn Jahre alt und bereit ist, pro Person und Tag fünf Euro für die Verpflegung beizusteuern. Die Unterbringung erfolgt - ohne zusätzliche Kosten - in den Mehrbettzimmern der Burg, es darf aber auch gezeltet oder in einem Hotel in der Stadt übernachtet werden. ,,Die Menschen, die hierher kommen, bauen gerne an der Welt mit", sagt Elisabeth Dichter-Hallwachs. ,,Und in dieser Atmosphäre macht das natürlich besonders viel Spaß."
Anmelden kann man sich entweder per Formular unter www.jugendburg-neuerburg.de oder unter Telefon 06564/2187.
Der Bund Neudeutschland ist Träger der Jugendburg. Er versteht sich als Lebensgemeinschaft engagierter Christen. Er wurde 1919 als katholischer, demokratischer Schülerverband gegründet. Er gliedert sich heute in die Katholische Studierende Jugend - Schülergemeinschaft (KSJ) mit mehr als 10 000 Mitgliedern und in die Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen (KMF) mit rund 5000 Mitgliedern. red/neb