Neues aus der Mitte vor dem Turm

Malbergweich hätte gerne 72 500 Euro vom Land, um seinen Dorfkern weiter auszubauen. Nach einem Besuch von Innenminister Karl Peter Bruch scheint es nun realistisch, dass das Geld auch fließen wird.

Malbergweich. (kah) "Wo Leute sind, die anpacken, da kann man auch Geld hinstecken", sagt der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch. Er sitzt im Malbergweicher Gemeindehaus an einem Tisch vor frischem Kuchen und Hausmacherschnittchen und spricht zu einer Runde, die dies sehr gerne hört. Der Dorfmittelpunkt soll schöner werden

Einer Runde von Menschen, die der Hoffnung ist, dass das Land 72 500 Euro beisteuert, damit ihr Dorfmittelpunkt noch schöner werden kann. Insgesamt 700 000 Euro sind in drei Bauabschnitten in den vergangenen Jahren bereits investiert worden, um die Malbergweicher Dorfmitte umzubauen. Die alte Schule wurde zu einem modernen Gemeindehaus, das von Ortsansässigen wie Auswärtigen seitdem gerne für große Familienfeiern gemietet wird, das Feuerwehrhaus ist renoviert und bietet außer für die Einsatzgeräte auch Platz für die heimische Musikkapelle, und dazwischen liegt ein Platz mit alten Bäumen. "Das ist ein richtiger Ortsmittelpunkt, mit Kirche, Gasthaus und Gemeindehaus", sagt Ortsbürgermeister Heinz Engler stolz - denn vieles wurde in Eigenleistung bewältigt. Was nun noch fehlt, ist, dass auch der alte Feuerwehrturm und die Rückwand eines angrenzenden Privatgebäudes renoviert werden. Zudem hätten die Malbergweicher auf dem Platz zwischen Feuerwehr und Gemeindehaus gerne eine alte Viehtränke, die wie ein Brunnen tatsächlich mit Wasser gespeist wird. Die Kosten für all diese Maßnahmen liegen bei 150 000 Euro. Weil ein Teil davon über Dorferneuerungsmittel vom Land kommen soll, hat sich der Innenminister auf den Weg gemacht, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Als er zuletzt da war, sei das Gemeindehaus erst halb fertig gewesen. Das Resultat scheint ihm zu gefallen. "Da dürfen wir durchaus freudig in die Zukunft schauen", sagt Bernd Spindler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kyllburg, und wartet die Reaktion des Ministers ab. 72 500 Euro sind kein Pappenstiel. "Sowieso", sagt der und alle lachen. Kurz darauf betont Bruch, dass die Vorstellungen der Malbergweicher durchaus "kommod" seien, da gebe es ganz anderes. Das gute Zusammenwirken im Ort, mache es dem Land einfacher. Es scheint also ganz gut zu stehen, um den vierten und letzten Bauabschnitt in der Malbergweicher Ortsmitte.