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Neues Eifeljahrbuch bietet Einblicke in Natur und Kultur

Neues Eifeljahrbuch bietet Einblicke in Natur und Kultur

Der Eifelverein hat sein Jahrbuch 2014 herausgegeben. Zum 90. Mal nimmt der Verein seine Leser mit auf eine literarische Reise kreuz und quer durch die Eifel.

Bitburg/Prüm/Daun. Auf 184 Seiten über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern beschreiben 22 Autoren im Eifeljahrbuch die Schönheit der Landschaft im Städteviereck zwischen Trier, Koblenz, Köln und Aachen. So erläutert Ulrich Buchs die Bedeutung von Auenlandschaften für Naturschutz und Tourismus am Beispiel der Vulkaneifel. Hoch im Norden der Eifel rüstet sich die Stadt Zülpich für die Landesgartenschau 2014. Der Leser erhält einen Einblick in die vielfältigen Angebote. Zurück in die Südeifel führt der Aufsatz von Andreas Britz über die rätselhaften Langmauerfragmente zwischen Bitburg und Trier.
Und auch unsere Region findet in der Sammlung interessanter Beiträge ihren Niederschlag: Die Autoren Friedrich-Wilhelm Kohlbecher und Albert Nell beschreiben die aufwendigen Bergungs- und Aufstellungsarbeiten des Jahrhundertsteins im Mayener Grubenfeld (die RZ berichtete). Dieser seltene, 50 Tonnen schwere und sechs Meter hohe Monolith hat seine neue Heimat am Labor für Experimentelle Archäologie in Mayen gefunden. Die Osteifel ist somit um einen außergewöhnlich großen Stein reicher.
Auf eine Wanderung ins Mittelalter nimmt Michael Maiworm die Leser auf dem Traumpfad Virne-Burgweg in der Vordereifel mit. Anschaulich stellt er dar, welche Macht die Herren von Virneburg im Mittelalter hatten. Sie stellten zeitweise die Erzbischöfe von Köln und Mainz, die als Kurfürsten auch die römisch-deutschen Könige mitbestimmten.
Die für uns heute nicht mehr nachvollziehbare Kriegsbegeisterung 1914 lässt Franz G. Bell lebendig werden. Unter anderem geht er darauf ein, welche Aufregung in den Augusttagen kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Kottenheim und Mayen herrschte. "Der Kampfesmut der ausziehenden Krieger ist nicht zu beschreiben", meinte ein Chronist damals. Anhand zahlreicher Quellen zeichnet Franz G. Bell ein interessantes Bild der damaligen Verhältnisse.
Im Raum Euskirchen gibt es tatsächlich als Heiligenfiguren gekreuzigte Jungfrauen mit Bart. Norbert Knauf geht in seinem Beitrag auf die Hintergründe dieser "mannweiblichen Kruzifixe" ein.
Nicht weniger rätselhaft ist die fiktive Geschichte von Gabriele Goslich über einen versuchten Mordanschlag im Dürener Land. Auch der Nationalpark Eifel ist wieder dabei, diesmal mit seinen kleinen Bewohnern.
Andreas Pardey entführt in die Welt der Schnecken und Muscheln und macht mit Detailaufnahmen auf die Schönheiten dieser Tiere aufmerksam. Einmal mehr beleuchtet das Eifeljahrbuch die vielen Facetten dieser einmaligen Landschaft im Westen Deutschlands. red
Das Eifeljahrbuch 2014 kostet 14,50 Euro und ist über die Hauptgeschäftsstelle des Eifelvereins, Stürtzstraße 2-6, 52349 Düren, Telefon 02421/131 21,
E-Mail: info@eifelverein.de
und im Buchhandel erhältlich.