Neues Schmuckstück
"Erst mal sehen, was sich machen lässt, und dann etwas machen, was sich sehen lässt", so würdigte Bürgermeister Jürgen Backes in seiner Festansprache treffend das Ergebnis der vielfältigen Heilenbacher Bemühungen zur Realisierung eines neuen Gemeindehauses im Ortszentrum.
Heilenbach. (red) Mit dieser Auffassung stand Bürgermeister Backes nicht alleine da, wie man den zustimmenden Äußerungen der vielen Festgäste aus nah und fern entnehmen konnte. Sie alle gratulierten den Heilenbachern neidlos zu ihrem schönen neuen Schmuckstück im Ortszentrum.Sichtlich stolz hatte Ortsbürgermeister Leo Meyer im lichtdurchfluteten neuen Heilenbacher Gemeindehaus die Dorfgemeinschaft und die vielen Festgäste, darunter Pastor Clemens Schuler, Bürgermeister Jürgen Backes, Landtagsmitglied Michael Billen und die Ortsbürgermeister der Nachbargemeinden sowie viele weitere Gäste willkommen geheißen. Er bedankte sich bei allen, die mit Rat und Tat, durch handfeste Arbeit oder durch ideelle Unterstützung zur Realisierung des Projektes beigetragen hatten.Mehr als 3000 freiwillige Arbeitsstunden
Ein besonderes Anliegen war Meyer der Dank an die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer aus Heilenbach, die in den vergangenen zwei Jahren weit mehr als 3000 Arbeitsstunden in das Vorhaben investierten, und so durch ganz erhebliche Einsparungen die Maßnahme erst ermöglicht hatten. Sein aufrichtiger Dank galt nicht zuletzt auch Architektin Gisela Thiel, die das Vorhaben mit Engagement, Kompetenz und viel persönlichem Einsatz zu dem Ergebnis geführt hat, von dem sich jetzt alle überzeugen konnten.Bürgermeister Backes würdigte die Einweihungsfeier als ganz besonderes Ereignis in der Heilenbacher Dorfgeschichte und gratulierte der Dorfgemeinschaft auf das Allerherzlichste: "Was hier entstanden ist, ist kein Luxus, keine überflüssige Einrichtung, kein Renommierstück - es ist vielmehr das Ergebnis vielfältiger und mehrjähriger Planungen, der Gemeinde einen zentralen, den Bedürfnissen der Menschen gerecht werdenden Mittelpunkt zu geben. Gerade in einer kleinen Gemeinde kann der Stellenwert eines zeitgemäßen Dorfgemeinschaftshauses nicht hoch genug eingeschätzt werden."Neubau als funktionale und architektonische Einheit
Insgesamt waren für die Realisierung des Vorhabens 220 000 Euro erforderlich, die weitgehend ohne öffentliche Zuschüsse komplett über Eigen- und Rücklagemittel der Ortsgemeinde, Kredite sowie Zuschüsse der Verbandsgemeinde und Spenden finanziert wurden.Ehe Pastor Clemens Schuler dann das Dorfgemeinschaftshaus unter den Segen Gottes stellte, ließ Architektin Thiel das Projekt nochmals kurz vor den Anwesenden Revue passieren. Sie berichtete über die am Beginn erfolgten grundsätzlichen Entscheidungen, über die Wünsche und Vorstellungen, die den Rahmen für die planerische Umsetzung dargestellt hatten. Ziel der Architektin war es gewesen, den Neubautrakt von 190 Quadratmetern als funktionale und architektonische Einheit mit dem Altgebäude zu kombinieren und trotzdem einen Gebäudetypus zu schaffen, der zeitgemäß und langfristig nutzbar ist. An Stelle der weit verbreiteten Schlüsselübergabe hatte Thiel die kunstvolle Gestaltung eines Baugesetzbuches von 2200 vor Christus für das neue Gemeindehaus mitgebracht.Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgte mit gekonnten Beiträgen der Kirchenchor St. Laurentius Seffern, während an der weiteren Programmgestaltung der Kinderchor Ehlenz, der Kindergarten St. Laurentius Seffern und der Musikverein Eifelklang Seffern beteiligt waren.