Noch ein Zelt mehr: Zahl der Flüchtlinge auf Bitburger Flugplatz steigt

Bitburg/Trier · Gerade mal zehn Tage wohnen 220 Flüchtlinge in den beiden Zelten auf dem Bitburger Flugplatz. Jetzt legt die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende Trier nach. Ein weiteres Zelt mit Platz für 125 Personen wird am Wochenende aufgebaut.

Das Flüchtlingslager auf dem Bitburger Flugplatz, in dem bereits 220 Menschen untergebracht sind, steht noch keine zwei Wochen. Am Wochenende wird es vergrößert. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass der Ansturm so groß wird", sagt Miriam Lange, Pressesprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Rheinland Pfalz.

Vier Zelte sowie Dusch- und Toilettencontainer stehen derzeit auf der Festwiese des Hotels Eifelstern. Am Wochenende kommen ein Zelt mit Platz für 125 Menschen sowie weitere Dusch- und Toilettencontainer dazu. "Die Aufnahmeeinrichtung in Trier platzt weiter aus allen Nähten. Wir schauen mal, ob wir das übers Wochenende hinbekommen", sagt Lange.

In Rheinland-Pfalz seien derzeit 4000 Asylsuchende in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht. "Der Druck ist groß. Die Leute brauchen dringend ein Dach über dem Kopf", so Lange.

Auf dem Bitburger Flugplatz gehe es den Flüchtlingen gut. "Die Kinder haben dort Platz zum Fahrradfahren oder Ballspielen. Das ist in Trier aus Platzmangel nicht möglich", weiß Lange. Vier bis sechs Wochen sei die maximale Verweildauer in den Zelten. Danach verteile man die Menschen auf die Kommunen des Landes, wo sie feste Unterkünfte bezögen. "Da ist ständig Bewegung drin." Nach Auskunft der ADD sollen die Flüchtlingszelte in Bitburg nur für eine Übergangszeit von zwei Monaten aufgebaut bleiben.