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Noch keine Entwarnung für Trinkwasser in Spangdahlem

Spangdahlem. Damit sich das Chlor im Trinkwasserleitungsnetz der Eifelgemeinde Spangdahlem (Eifelkreis Bitburg-Prüm) entfalten kann, um alle choliformen Bakterien abzutöten, hat das Gesundheitsamt die erneute Probenentnahme um einen Tag verschoben. Erst am Donnerstag soll ein Ergebnis vorliegen. Christian Moeris

Bereits seit einer Woche dürfen die Spangdahlemer ihr mit choliformen Bakterien belastetes Trinkwasser nur abgekocht genießen. Das Leitungsnetz wurde gechlort und gespült. Bereits gestern sollten neue Proben im Ort entnommen werden - eigentlich. Doch dann entschloss sich das Gesundheitsamt des Eifelkreises Bitburg-Prüm die Tests um einen Tag auf den heutigen Dienstag zu verschieben. "Damit bekommt das Chlor eine bessere Chance, alle Keime abzutöten", sagt Josef Schmitz, Werkleiter der Verbandsgemeindewerke Speicher. "Dazu haben wir noch weitere Leitungen im Ort gespült, damit das gechlorte Wasser besser nachfließen kann", erklärt Schmitz weiter.

An zehn Messpunkten wurden heute in Spangdahlem Wasserproben genommen, die nun im Labor der Trierer Stadtwerke analysiert werden. Die Ergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen. Schmitz: "Bis dahin gilt die Abkochempfehlung für das Trinkwasser weiterhin." Denn die Keime können bei Säuglingen oder immunschwachen Menschen zu Magen- und Darmbeschwerden führen.

Seit vergangener Woche müssen die 1000 Bürger in Spangdahlem ihr Wasser abkochen, bevor sie es zur Zubereitung von Speisen oder Getränken verwenden können. Untersuchungen haben ergeben, dass das Problem auf Spangdahlem beschränkt ist und die Netze von Nachbarorten wie Binsfeld, Herforst und Beilingen nichtbelastet sind. Wie die Bakterien in das Wassernetz von Spangdahlem gelangt sind, ist noch immer offen. Die Kreisverwaltung prüft das.