Noch zwei und dann ist Schluss

Noch zwei und dann ist Schluss

Der Bedarf an Bauland in Bitburg ist groß. Genau wie das Angebot. Vier größere Neubaugebiete stehen derzeit im Stadtgebiet und in den Stadtteilen zur Verfügung, zwei weitere sind in der Planung. Und das muss vorerst auch reichen.

Bitburg. Heinz Reckinger, der Leiter des städtischen Bauamts, sieht den Bedarf an Bauland in Bitburg vorerst gedeckt. Zumal die Stadt ja auch noch rund 75 Hektar Housing-Gelände hat, für die es noch keine Verwendung gibt. Zehn Hektar, auf denen auch die denkmalgeschützten Kasernenblöcke stehen, haben die Amerikaner bereits geräumt, die restlichen 65 Hektar sollen bis voraussichtlich 2017 folgen. "Ich denke nicht, dass wir in absehbarer Zeit ein neues Baugebiet in der Größenordnung wie Monental erschließen werden", sagt der Bauamtsleiter mit Blick auf die gewaltige Konversionsfläche. Deshalb werde es vorerst wohl bei dem bleiben, was bereits gebaut oder aber zumindest geplant ist. Eine Übersicht:

Kernstadt: Neben dem vor zwei Jahren erschlossenen Neubaugebiet "Auf dem Monental" mit 124 Baugrundstücken laufen derzeit die Vorplanungen für ein weiteres Neubaugebiet in der Neuerburger Straße. Auch hier ist der Bauherr ein privater Erschließungsträger, der dort rund 40 Baugrundstücke plant.

Mötsch: Ginge es nach den längst gefassten Beschlüssen des Ortsbeirats, so würde in der Ortslage des Stadtteils ein neues Wohngebiet mit 20 Grundstücken entstehen. Doch mit Blick auf den Widerstand einiger Bürger, die dafür ihre Grundstücke nicht hergeben wollten, und auf das nicht weit entfernte Housing ist ein Neubaugebiet in Mötsch nach Auskunft Reckingers aktuell kein Thema.

Stahl: Mit der Bebauung der vor ein paar Jahren privat erschlossenen Neubaugebiete "Hammerwies II" und "Unter\'m Stahler Kopf" soll die rasante Einwohnerentwicklung in Stahl vorerst beendet werden. Ein weiteres Neubaugebiet ist in Stahl derzeit weder geplant noch gefordert.

Masholder: 45 Grundstücke sind in den vergangenen Monaten "In der Persch" in Masholder erschlossen worden. Mittlerweile sind bereits die ersten Baugenehmigungen erteilt. Der dort zuständige private Erschließungsträger hätte das Baugebiet in einem zweiten Schritt gerne um zusätzliche 40 Baugrundstücke erweitert - das wurde jedoch nicht genehmigt.
Erdorf: "Auf der Acht" heißt das geplante 6,6 Hektar große Neubaugebiet in Erdorf, mit dem dort nach drei Jahrzehnten Stillstand endlich wieder neuer Wohnraum geschaffen werden soll. 19 Baugrundstücke sind geplant, weitere 13 sollen bei Bedarf folgen. Das Neubaugebiet in Erdorf, für das zunächst noch die Verhandlungen mit den Eigentümern der Flächen abgeschlossen werden müssen, ist derzeit das einzige, das von der Stadt selbst erschlossen wird.

Matzen: Geruchsimmissionen durch vorhandene landwirtschaftliche Betriebe und die damit verbundenen Grenzwerte haben bislang die vom Stadtteil Matzen seit Jahren angestrebte Ausweisung eines Neubaugebiets blockiert.
Mit Blick auf eine inzwischen geänderte Rechtssprechung hält es Bauamtsleiter Reckinger aber durchaus für möglich, dass nun wieder Bewegung in die Sache kommen könnte. Infrage käme dafür eine Fläche südlich der Ortslage.

Irsch: Mit weniger als 20 Einwohnern ist Irsch der mit Abstand kleinste Stadtteil Bitburgs. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Denn ein Neubaugebiet ist dort nicht geplant. uhe