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Nostalgische Zugreise in die Vergangenheit

Nostalgische Zugreise in die Vergangenheit

Zur Feier seines zwanzigjährigen Bestehens hatte der Geschichtliche Arbeitskreis Bitburger Land (GAK) in den Festsaal des Hauses Beda eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Eröffnung der Ausstellung "Eisenbahnland Eifel", die Vorstellung des Buchs "Die Nims-Sauertalbahn" und Informationen über die neue Internetpräsenz des GAK.

Bitburg. Werner Pies vom Stiftungsrat der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung hieß die Gäste zur Feier des 20-jährigen Bestehens des Geschichtlichen Arbeitskreises Bitburger Land willkommen. Manfred Kottman, stellvertretender GAK-Vorsitzender und Leiter des Hauses Beda, dankte allen, die sich zwei Jahrzehnte lang ehrenamtlich für den GAK engagiert und ihn gefördert hatten. Ralph Matthias Schmitz, Geschäftsführer des GAK, ließ die vergangenen zwanzig Jahre noch einmal Revue passieren."Die Bedeutung der Heimatgeschichte an der Schwelle zum 21. Jahrhundert" lautete das Thema der Festansprache von Bürgermeister Jürgen Backes. "Historia magistra vitae est" (Geschichte ist die Lehrmeisterin des Lebens) - die Erkenntnis der Römer gelte nach wie vor. Auch wenn heute angesichts einer sich täglich verändernden Welt oft nach dem praktischen Nutzen historischer Rückgriffe für Gegenwart und Zukunft gefragt wird, sagte der Bürgermeister. Regionales Bewusstsein und die Verbreitung eines realistischen Geschichts-Bewusstseins mahnte er an. Ein Dank vom Bürgermeister

 Mitgestalter der Ausstellung im Haus Beda: Pierre Müller, Präsident des Lëtzebuerger Gaarde-Bunn-Frënn Berdorf (links), und Sohn Jean mit der Figur eines ehemaligen Kollegen der deutschen Bahnpolizei. TV-Foto: Elmar Kanz
Mitgestalter der Ausstellung im Haus Beda: Pierre Müller, Präsident des Lëtzebuerger Gaarde-Bunn-Frënn Berdorf (links), und Sohn Jean mit der Figur eines ehemaligen Kollegen der deutschen Bahnpolizei. TV-Foto: Elmar Kanz

Dem GAK gebühre Dank dafür, dass er im Bitburger Land eine Dynamik erzeugt habe, die zu zahlreichen historisch wertvollen Publikationen, Ausstellungen und Vorträgen geführt, vor allem aber das Interesse der Menschen an ihrer Eifel, an ihrer Heimatgeschichte und ihrer Kultur nachhaltig geweckt habe. "Bitte einsteigen...., lassen Sie sich entführen auf eine Bilderreise in die Vergangenheit. Lassen Sie sich einfangen von der Eisenbahnromantik der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Genauer gesagt: von der für immer vergangenen Beschaulichkeit einer kleinen Nebenbahn in der Südeifel, der Nims-Sauertalbahn." Das Vorwort des im Jubiläumsjahr von der Arbeitsgemeinschaft Eisenbahngeschichte im GAK herausgegebenen Buchs "Die Nims-Sauertalbahn" ist aufschlussreich genug. GAK-Mitglied Markus Schiffer stellte das im Frühjahr 2000 von Jörg Husinger initiierte Gemeinschaftswerk vor. Sehr bald habe sich damals herausgestellt, dass die ursprüngliche Absicht, die Geschichte der Eisenbahn in der gesamten Eifel zu erforschen, in einem überschaubaren Zeitraum nicht machbar sein würde. So habe man sich zunächst auf die im wahrsten Sinne des Wortes naheliegende Nims-Sauertalbahn konzentriert.Das etwa 80-seitige Buch erzählt in Bildern und Plänen eine nostalgische Eisenbahnreise durchs Nims- Sauertal vom Ausgangspunkt Erdorf bis zunächst nach Menningen. Ein Folgeband wird die Reise bis zur Endstation Igel weiterführen. "Das vorliegende Buch hält sich bewusst mit Erläuterungen zurück. Im Wesentlichen sollen die Bilder erzählen", sagt Markus Schiffer. Über die GAK-Internetpräsenz informierte ein Mitarbeiter der Firma Bohm Foto&Design, Trimport.Die umfangreiche Ausstellung "Eisenbahnland Eifel" befindet sich im Erdgeschoss des Beda-Hauses. Sie ist bis zum 18. November bei freiem Eintritt (Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag/Sonntag von 14 bis 18 Uhr) geöffnet. Aussteller sind neben dem GAK der Verein zur Förderung der Heimat- und Kulturpflege Binsfeld, das Museum Prüm, die Eisenbahnfreunde Jünkerath, die Arge Eifelbahn-Nebenbahnen und der Letzebuerger Gaarde-Bunn-Frënn. Für Material von alten Eifelstrecken, besonders der von Erdorf nach Igel, ist die Arge Eisenbahngeschichte im GAK dankbar. Info: Telefon 06561/66-104, E-Mail: info@bitburg-land.de.