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Notfalls mit Händen und Füßen

Notfalls mit Händen und Füßen

Weiterer Brückenschlag: Neun Schülerinnen und ihre beiden Lehrerinnen vom Lycée Charles de Gaulle aus Sète (Südfrankreich) weilten zum zweiten Mal für eine Woche an der Theobald-Simon-Schule BBS Bitburg, ihrer Partnerschule.

Bitburg. (red) "Wir wollen diese Partnerschaft vertiefen und ausbauen", sagte Schulleiter Friedrich Probson von der TSS Bitburg, "damit unsere Schülerinnen und Schüler fit für die beruflichen Herausforderungen der immer mehr zusammenwachsenden Europäischen Union werden." Damit stieß er nicht nur auf offene Ohren bei Marie-Anne Rolland-Bès und Roselyne Delmas, die die französische Schülergruppe begleiteten. Die deutschen und französischen Schüler erlebten, was es heißt, ein gemeinsames Projekt zu erarbeiten und andere Mentalitäten und Denkweisen kennen zu lernen. Die Verständigung in der jeweiligen Fremdsprache klappte ganz prima, notfalls mit Händen und Füßen.So wurden Erfahrungen gemacht, die nicht nur menschliche Brücken schlugen, sondern auch eine realistische Übungssituation für das Arbeiten im interkulturellen Kontext darstellten. Daraus entstand bei vielen der Wunsch, auch über die schulische Zusammenarbeit hinaus, Land und Leute noch besser kennen zu lernen und die Fremdsprache durch Aufenthalte im Nachbarland besser zu erlernen. "Wir arbeiten zurzeit sehr intensiv daran, den Austausch und die persönlichen Begegnungen auf ein noch breiteres pädagogisches und didaktisches Fundament zu stellen", sagte Studienrätin Beate Lorentz, die für den Austausch verantwortliche Lehrerin.Nachdem die Erfahrungen dieses Aufenthaltes von beiden Seiten ausgewertet sind, ist beabsichtigt, noch in diesem Jahr ein neues Projekt vorzustellen. So führte zum Beispiel die Betriebsbesichtigung des Dorint-Hotels in Biersdorf zu dem Wunsch der französischen Schülerinnen nach Praktikumsmöglichkeiten in Bitburg. Die beteiligten Lehrerinnen versprachen, sich für das Zustandekommen solcher Praktikumsmöglichkeiten einzusetzen.Unter den Freizeitaktivitäten gefielen insbesondere die Besichtigung der Bitburger Brauerei und die deutsch-französische Führung durch die Teufelsschlucht. Der Abschied verlief herzlich und in dem festen Versprechen, sich wieder sehen zu wollen. "Wir nehmen ein Stück Bitburg mit nach Sète und kommen wieder", sagte eine französische Schülerin am letzten Abend.