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Nur die Franzosen fehlen noch

Nur die Franzosen fehlen noch

NEUERBURG/ROCHEHAUT. (red) Zu ihrem zweitägigen Jahreskongress haben sich die Delegierten der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen (Evea) aus Belgien, Deutschland und Luxemburg in Rochehaut/Belgien getroffen. Im Mittelpunkt stand der Erfahrungsaustausch über Tourismusprojekte im ländlichen Raum.

Unter dem Motto "Ländlicher Tourismus - eine Chance für die Landwirtschaft?" waren am ersten Kongresstag zu den Vorträgen und Expertengesprächen mit Vertretern der verschiedenen Länder bereits 70 Teilnehmer aus vier Ländern gekommen. Tourismusminister Benoit Lutgen (Wallonie/Belgien) stellte verschiedene Projekte des Tourismus in der Wallonie vor und betonte, dass die Evea ein wichtiger Motor für die grenzüberschreitende Entwicklung in diesem Sektor sein könne.Weitere Initiativen und Beispiele aus dem ländlichen Raum der Wallonie und den Nachbarländern folgten, darunter auch Projektvorstellungen von Arno Frising (Tourismusministerium Luxemburg) und Manfred Dahmen (Verkehrsamt der Ostkante Belgiens). Jean-Pierre Lambot, Commissaire Général au Tourisme de Wallonie, hob in seinem abschließenden Fazit die Tatsache hervor, dass die Landwirte im ländlichen Raum nur noch eine kleine Minderheit darstellen, der Tourismus im ländlichen Raum daher eher als ein Tourismus für die Stadtbevölkerung zu sehen sei. Dieser Tourismus diene allerdings der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen und der Erhaltung des authentischen dörflichen Charakters. In der Generalversammlung des folgenden Tags zeigten die Jahresberichte der Kommissionen einen Schwerpunkt der Aktivitäten in den Bereichen Jugend und Sport: Die Organsiation von 16 internationalen Sportwettkämpfen und 20 europäischen Jugendbegegnungen mit mehr als 800 Teilnehmern beweisen die große Akzeptanz des Europagedankens vor allem bei der Jugend.

Für die Zukunft forderte Eifelvereinsvorsitzender Hans Klein eine Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit und ein stärkeres Einbeziehen der Evea bei Planung neuer grenzüberschreitender Prädikats-Wanderwege.

Hier bestehe konkret die Möglichkeit einer gemeinsamen Förderung des Tourismus in Eifel und Ardennen.

Die Evea präsentierte sich damit einmal mehr als internationale Plattform für die Zusammenarbeit im Vierländereck.

Evea-Präsident Franz Bittner aus Neuerburg freut sich darüber, dass bei dieser Tagung auch wieder Kontakte zu der französischen Sektion der Evea entstanden sind.

Die in naher Zukunft geplanten Gespräche haben als Ziel die erneute Integration der französischen Nachbarn in die Europäische Vereinigung.