Nur noch zwei Varianten

MALBERG. (cus) Bei der heutigen Sitzung des Verbandsgemeinde-Rats Kyllburg geht es nicht nur um die Sanierung des "Eisernen Gartens", sondern um eine Grundsatzentscheidung über weitere Investitionen ins Schloss Malberg.

Zur Vorbereitung beschloss der Haupt- und Finanzausschuss im November die Bildung eines Arbeitskreises, dem von jeder Fraktion zwei Mitglieder angehören. Parallel sollte die Verwaltung prüfen, ob eine Umnutzung der Arkadenbau-Fördermittel für das Neue Haus möglich ist. Bei einem Gespräch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier ging es um drei Varianten. Eine Umwidmung zu Gunsten des Neuen Hauses hielt die ADD für sinnvoll. Die Sanierung könnte so schneller abgeschlossen werden. Die ursprünglich für den Arkadenbau vorgesehen Nutzung mit Gastronomie und Museum könnte im Neuen Haus in abgespeckter Form umgesetzt werden. Wenig spricht aus Sicht der ADD für eine sofortige Umsetzung der Arkadenbau-Sanierung, für die es Bewilligungsbescheide gibt. Direkt neben der Dauerbaustelle Neues Haus erscheint die gastronomische Nutzung des Arkadenbaus nämlich kaum machbar. Die Verlängerung der Verwendungsfrist für die Fördermittel kommt laut ADD nicht in Frage. Die Bescheide müssten deshalb zunächst widerrufen werden. Allerdings könne ein gewisser Anspruch auf eine spätere Zahlung durch einen so genannten Verwaltungsakt festgelegt werden. Die von der ADD favorisierte Umwidmung lehnte das Ministerium ab. Demnach bleibt der VG nur die Wahl zwischen dem vorläufigen Verzicht auf die Förderung (mit Zusicherung für einen späteren Zeitpunkt) und dem "Verbauen" des Gelds im Arkadenbau (ohne Rücksicht auf Folgekosten).

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