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Ohne Zauberhut, aber mit Entwürfen

Ohne Zauberhut, aber mit Entwürfen

Gemeinsam zum Ziel: Die Verbandsgemeinde Kyllburg hatte vor einem Jahr die Projektentwicklungsgesellschaft Rheinland-Pfalz (PER) beauftragt, ein Nutzungskonzept für Schloss Malberg zu erarbeiten. Die PER-Geschäftsführerin Ise Thomas hat nun im Verbandsgemeinderat vorgestellt, was man mit der Schlossanlage alles machen könnte.

Malberg/Kyllburg. (dj) Einen Hut, aus dem sie den ersehnten Käufer für Schloss Malberg hervorzaubern könnte, hat Ise Thomas, Geschäftsführerin der PER, nicht aus Mainz mitgebracht. Damit hätte auch niemand im Verbandsgemeinderat Kyllburg gerechnet. Dennoch lauschen alle den Ausführungen der früheren Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag und der Projektentwicklerin Susanne Schweren aufmerksam.Doch die Skepsis schwingt immer mit. Zu viele potenzielle Investoren sind in den vergangenen Jahren bereits vorgestellt worden. Und am Ende sind doch alle Träume geplatzt.Von einer vollständig privaten Nutzung von Schloss Malberg etwa durch einen reichen Amerikaner oder einen Scheich aus den arabischen Emiraten rät Ise Thomas ab: "Das wäre ein Irrweg, und die Region hätte nichts davon." Ihr schwebt eine teilöffentliche Nutzung vor. Beispielsweise eine Nutzung als Hotel mit hochwertiger Gastronomie sei denkbar, eventuell kombiniert mit Büro- und Ausstellungsräumen. Die Planentwürfe sind alle in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege entstanden. Um alle Gebäude miteinander zu verbinden, seien beispielsweise auch gläserne Übergänge denkbar. Nicht nur das "Neue Haus" und der Arkadenbau sind in die Überlegungen miteinbezogen worden, auch für das "Alte Haus", das vermutlich komplett entkernt werden müsste, gibt es Entwürfe. Seminar- und Büroräume seien dort denkbar, ebenso wie Hotelzimmer. Auch mit der schwierigen Parksituation hat sich die PER beschäftigt. Bis zu 60 Parkplätze seien auf dem unteren Plateau der Schlossanlage möglich, zehn weitere bei der Schlossauffahrt. Trotz aller Planung ist eine Durchfahrt von Bussen durch den Ort Malberg nicht machbar. Busse müssten über Malbergweich angereist kommen.Zurzeit interessieren sich drei mögliche Investoren für Schloss Malberg: einer aus Dänemark, einer aus den Niederlanden und einer aus der Region. "Der holländische Investor kommt nächste Woche noch einmal mit einem Architekten vorbei", berichtet Bernd Spindler, Bürgermeister der VG Kyllburg. Der Interessent aus der Region werde in einigen Wochen sein Nutzungskonzept präsentieren. Und während die beiden Damen aus Mainz ihr Konzept vorstellen, schaut sich bereits ein weiterer Interessent das Schloss an.