Ort der Verkündigung

BLEIALF. (js) Eine der schönsten und größten Kirchenkrippen in der Westeifel befindet sich in Bleialf. Der "Schneifeldom", wie er respektvoll genannt wird, lockt in diesen Wochen wieder viele Gläubige und Touristen an.

Die Pfarrkirche St. Marien in Bleialf ist ein schmuckes Gotteshaus mit vielen interessanten Kleinoden. Dazu zählen der Hochaltar, die Kanzel, die Empore mit Orgel, das Deckengemälde und die Seitenaltäre. Besonders kostbar ist der rechte Seitenaltar, der in einem künstlerisch wertvollen Schnitzwerk die Erscheinung der heiligen drei Könige darstellt. In Bleialf zeicnet sich das pfarrliche Engagement aus, denn viele Vereine, Gruppen und Gemeinschaften bringen sich aktiv ein. Berühmtheit erlangte der Kirchenchor, der mit großartigen Konzerten und Oratorien weit über die Grenzen hinaus bekannt wurde. Frauengemeinschaft, eine große Messdienerschar, Kinderschola und freiwillige Helfer sind wichtige Glieder im kirchlichen Gemeindeleben. Das zeigt sich jedes Jahr auch in der Weihnachtszeit, wenn es gilt, die große Kirchenkrippe aufgebaut wird. Ein bewährtes Team sorgt bereits eine Woche vor Heiligabend für den Aufbau der mächtigen Kirchenkrippe. Pfarrhaushälterin Luzia Enders kümmert sich um frisches Moos, das in großen Mengen verwandt wird. Seit mehr als 30 Jahren betätigen sich Klaus Molitor, Reinhold Peters und Manfred Hillen als Krippenbauer, unterstützt in diesem Jahr von Neu-Küsterin Gisela Dreher und "Nachwuchshelfer" Markus Molitor. 40 Jahre wirkte auch der ehemalige Küster Walter Roth mit. Im Chorraum der Kirche wird der hölzerne Stall platziert, der sich jedes Jahr in verschiedenen Landschaften einfügt. Mal ist es eine Wurzelgrotte, mal eine Höhle. Ausstaffiert wird der "Vorraum" mit einer naturnahen Wiesen- und Felsenlandschaft, dazu kommen fließendes Gewässer, ein Hirtenfeuer und weitere hübsche Details anderer Art. Im Mittelpunkt stehen die zahlreichen Figuren, die das "Geschehen von Bethlehem" lebendig machen. Für das Team um Reinhold Peters ist die Arbeit "reine Ehrensache": "Wir bringen mit dem Auf- und Abbau etwa 150 Stunden auf. Wichtig sind uns die gute Kameradschaft, unsere religiöse Grundhaltung und die Freude", sagt Peters. Dass es dem Team Spaß macht, ist sichtbar: Alle sind mit Begeisterung dabei, entwickeln immer wieder neue Ideen, obwohl man schon Jahrzehnte zusammen arbeitet. "Vieles ist Routine, aber das Fieber ist jedes Jahr wieder neu da", sagt Reinhold Peters. Die Bleialfer Krippe bleibt bis zum Lichtmesstag am 2. Februar stehen. Bis dahin können Einheimische und Besucher der Schneifel das Kunstwerk besichtigen.